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Gedicht auf den Großvenediger

„Kristallberg“

De Pyramidn tuat a jeda vo uns kenna:
Sie tuat si Großvenediger nenna.

Bei klarer Sicht, siehe da,
schaugt da Riese bärig aus und is zum Greifn nah.
Grod wia a Diamant tuat er ausse spitzn,
wenn er in da Sunn tuat blitzn.

Vo unt schaugt er vui scheena aus,
drum gehts erst gar net nauf.
Auf’m Gipfe braachts net obn steh,
do is er lang net so schee.

Vo drobn tuat ma seltn weit ausse sehgn,
boß, wenns an starkn Südföhn tuat gebn.
Wenn da Sturm tuat sein ganzn Zorn auslossn,
tuat er Di glei an da Nordseitn obiblosn.

Do tuast Di am bestn flach hielegn,
dann konnst in jede Richtung sehgn.
Bloß net nackat, beim Föhn i’s saukoit!
Do werst net oid.

Aba net z’lang, sunst tuast a Mumie werdn
und da Gletscha tuat Di kassiern.
Wann s’ Di dann findn in etliche tausend Jahr,
tuast bekannt werdn wia da Ötzi anno dazumal.

Gedicht und Bild: Marga Leingartner

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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