Kirche

Gebirgsschützen-Hilfe für Restaurierung Kampenwand-Kapelle

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nahe der Steinlingalm, die zwischen dem Gipfel der Kampenwand und ihrem Vorberg liegt, befindet sich die kleine Steinling- Kapelle. Sie wurde zu Ehren von Josef Hell, dem Erbauer des Chiemgau-Kreuzes und im Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege errichtet. 1976 wurde das kleine Gotteshaus zu Ehren „Maria, Königin des Friedens“ geweiht. Seitdem wird jedes Jahr am letzten Sonntag im August unter freiem Himmel ein feierlicher Gedenkgottesdienst abgehalten.

Als vor zwei Jahren die Marktgemeinde Prien mit der Ausrichtung beauftragt war, da war unter den Gottesdienstbesuchern auch Paul Panzer, Ehren-Oberleutnant der Priener Gebirgsschützen und vor seinem Ruhestand Maler von Beruf. Er schaute sich an diesem Sonntag die Kapelle auch innen genau an und dabei fiel ihm der desolate Zustand eines Herrgotts und eines Karabiners mit Helm auf. Schon des öfteren hatte Panzer in seiner Nach-Berufszeit für Kirche oder für die Gebirgsschützen ehrenamtlich Restaurierungen von heimatlichen Kulturgütern vorgenommen. Die Kapelle auf der Kampenwand ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, so dass er sich nach einiger Zeit an die Bürgermeister von Höslwang und Aschau wandte, um anzufragen, wer denn zuständig sei für die Wiederherrichtung der in der Innenwand angebrachten Teile der Kapellen-Ausstattung. Gemeinsam mit dem Aschauer Bauhof wurden dann die geschmiedeten Stück ins Tal geholt. Mit Unterstützung des Priener Veteranenvereins-Vorsitzenden Georg Fischer junior ging es an die Reinigung (mit Glasperlen) und als Winterarbeit machte sich Paul Panzer daran, Herrgott, Karabiner und Helm wieder auf Vordermann zu bringen. „Es ist schon erstaunlich, dass zum Beispiel der Karabiner, der über 100 Jahre alt ist und lange im Kriegs-Dreck gelegen hat, in seinen Teilen immer noch beweglich ist“, so Paul Panzer, der beim Herrgott nicht nur die vielen Rostfarben entfernte, sondern auch den Hintergrund nachgespachtelt hatte. Sobald in diesem Frühjahr der reichlich auf der Kampenwand gefallene Schnee wieder weniger wird und eine Auffahrt zulässt, will Paul Panzer mit Hubert Stein, Hauptmann der Aschauer Gebirgsschützenkompanie (der Panzer als förderndes Mitglied angehört) die restaurierten Sachen wieder an ihren ursprünglichen Platz bringen.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke von der Kampenwandkapelle und von den Restaurierungen von Paul Panzer.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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