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Gebietsbetreuer im Bayerischen Landtag

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Zuge der für die Öffentlichkeit zugänglichen Plenarsitzung war die Gebietsbetreuung Bayern zu Gast im Bayerischen Landtag. Mit zahlreichen Exponaten, regionalen Schmankerln und Informationsmaterialien präsentierten sich alle 37 ökologisch besonders sensiblen Gebiete, darunter auch das Achental (GB Kathrin Schwarz) und der Chiemsee (GB Dirk Alfermann). Die bayerischen Gebietsbetreuer standen den Abgeordneten einen ganzen Tag lang zum fachlichen Austausch zur Verfügung.

„Naturschutz. Für dich. Vor Ort.“ – so lautet das Motto im Logo der Gebietsbetreuer, die den Naturschutz in der Fläche stärken und das Bindeglied zwischen Behörden und Landnutzern seien, so Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote. Die Gebietsbetreuer könnten mit ihrer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit für den Naturschutz Verständnis wecken und Akzeptanz schaffen, so Gote weiter. Die stellvertretende Landtagspräsidentin betonte, dass Naturschutz nur miteinander funktionieren kann und warb bei ihren Kolleginnen und Kollegen dafür die Gebietsbetreuer zu unterstützen, indem dem Bayerischen Naturschutzfonds auch weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt würden.

In Vertretung der leider erkrankten Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, eröffnete die Staatministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, die Veranstaltung. Auch von ihrer Seite kam viel Anerkennung für die Arbeit der Gebietsbetreuer, die die wichtige Aufgabe übernehmen den Naturschutz unter die Menschen zu bringen. Abschließend rief Gesundheitsministerin Huml dazu auf, die Anzahl der betreuten Gebiete auf 50 zu erhöhen, denn es gäbe in Bayern noch viele wertvolle Landschaften, die eine Gebietsbetreuung verdient hätten. Darüber hinaus appellierte auch sie an die anwesenden Abgeordneten: man brauche mehr Planungssicherheit in Form von längeren Förderperioden, um eine kontinuierliche Arbeit der Gebietsbetreuer gewährleisten zu können.

Der Vorstand des Naturschutzfonds, Georg Schlapp bedankte sich für die positiven Signale und lud die Abgeordneten herzlich ein, sich durch persönliche Gespräche über die Arbeit vor Ort zu informieren und die mitgebrachten Köstlichkeiten aus den Gebieten zu probieren. Davon machten die Mitglieder des Bayerischen Landtages regen Gebrauch. „Die anwesenden Abgeordneten haben sich ausgiebig mit uns unterhalten“, freut sich der Gebietsbetreuer des Chiemsees, Dirk Alfermann. „Es ist sehr erfreulich, dass unsere Arbeit, in die wir viel Herzblut stecken, auch bei den Entscheidungsträgern hier im Landtag einen guten Eindruck hinterlässt“, fügt Kathrin Schwarz, Gebietsbetreuerin des Achentals, hinzu.

Der Bayerische Naturschutzfonds fördert derzeit 42 Gebietsbetreuer in 37 naturschutzfachlich hochwertigen Landschaften Bayerns. Die Gebietsbetreuung Achental besteht seit 2003, Träger ist das Ökomodell Achental. Das angrenzende RAMSAR-Schutzgebiet Chiemsee hat seit 2008 eine Gebietsbetreuer-Stelle, Träger sind die Landkreise Rosenheim und Traunstein. Beide stellen werden vom Bezirk Oberbayern finanziell unterstützt, die GB Achental zusätzlich vom Landkreis Traunstein.

Bericht und Fotos: Kathrin Schwarz, Gebietsbetreuerin Achental

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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