Brauchtum

Gauheimatabend in Altötting

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Sie sorgten für tosenden Abschluss-Applaus, die 20 aktiven Paare der Altöttinger Trachtler, die dem Gauheimatabend vom Gauverband I im Festzelt im wahrsten Sinne die Krone aufsetzten. Jeweils zehn Paare „Jung“ und ebenso viele „Alte“ zogen in eindrucksvoller Weise unter den Klängen der Lindacher Blaskapelle vorbei an den rund 1.200 Besuchern auf die Bühne und somit in die Herzen der Zuschauer. Das abschließende Bild einer riesigen Krone war einfach imposant.

„I wünsch Eich an scheena auf Nacht“ – so eröffnete Vorsitzender Robert Gerhart den sehr gut besuchten Gauheimatabend zum 129. Gautrachtenfest in Altötting. Moderiert von den Musikwarten des Gauverbandes I Markus Gromes und Andreas Heindl, zogen die Trachtlerinnen und Trachtler alle Register ihres Könnens und unterstrichen, wie schön Heimat und Brauchtum sind. „Ein Stück Lebensgefühl eben“, wie Landrat Erwin Schneider in seinem Grußwort sagte, oder aber auch „eine Herzensangelegenheit“ – so bezeichnete es stellvertretender Gauvorstand Michael Hauser in seiner emotionalen Ansprache.

Auf ihre Nachwuchsarbeit und aktive Brauchtumspflege können die Altöttinger stolz sein. Die perfekt einstudierten Auftritte der Kinder-, Jugend-, Aktiven- sowie der Schnalzer-Gruppe demonstrierten sichtbar, wie gut der Heimatverein aufgestellt ist. Beim Auftanz vom kompletten Verein füllten sie die riesige Bühne und gaben Zeugnis ihres Könnens aller Generationen. Die Amboß-Polka, der Langschottisch oder auch der Ruhpoldiger Zwoara der Gaujugendgruppe sowie das Bauernmadl und die Sternpolka lockerten den kurzweiligen Abend auf. Auch musikalisch hat der Verein allerhand zu bieten. Aus Kastl kommt Vater Robert Sinhart, der begleitet von seiner Frau und den Kindern heute in Nussdorf am Inn wohnt. Sie sind die Familienmusik Sinhart und eröffneten den besinnlichen Teil des Abends. Ihnen folgte die Edinger Hoizmusi, bestehend aus Nachwuchsmusikanten des Vereins, und der Schladl Musi, die alle aus dem Altöttinger Raum kommen.

„Jubiläumstanz“, so vielversprechend nennt sich das neue Stück der Gaugruppe des Gauverbandes I. Er wurde extra neu einstudiert, denn acht Vereine des Verbandes feiern heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Und er macht seinem Namen alle Ehre. Schmissig, flott und versehen mit Platteln, Tanz und Dirndldrahn strahlt er pure Lebensfreude und Können aus – ein Geschenk für alle Jubiläumsvereine und natürlich unverzichtbar für das Programm eines Gauheimatabends.

Bericht und Fotos:  Inge Erb, Gaupressewartin Gauverband I

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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