Brauchtum

Gaufest dahoam beim Gauverband I

Auch das „Gaufest unterm Hochfelln“ in Bergen des Gauverbandes I musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Die Anregung der Gauvorstandschaft, den Höhepunkt des Trachtensommers, das 130. Gaufest ersatzweise als „Gaufest dahoam“ zu feiern, setzten unsere Vereine in die Tat um. In einigen Orten ist es gelungen, einen eigenen Gottesdienst zu organisieren oder sich mit einem Kirchgang  der Pfarrgemeinde anzuschließen.

Wie groß die Sehnsucht nach gemeinsamen Unternehmungen ist, spiegelt sich in der Umsetzung der Vereine wieder. Und so marschierten einige unter ihnen angeführt von ihren Fahnen gefolgt von den Vereinsmitgliedern zur Feldmesse oder zogen vereint in ihre Pfarrkirchen ein. Vielerorts durften aufgrund der Lockerungen der Kontaktbeschränkungen sogar mehrere Vereine gleichzeitig zusammenkommen.

Mit Ministranten aus den Reihen der Kinder- und Jugendgruppen, Lesungen vorgetragen von Vereinsmitgliedern und der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste brachten sich die Trachtlerinnen und Trachtler bestens ein. Die Anliegen in den Fürbitten ausgerichtet auf ein Besiegen der Pandemie, um in ein „normales“ Leben zurückzukehren spiegeln den Wunsch in der Gesellschaft und so auch in den Vereinen wieder.

Sogar die Sehnsucht  nach einem geselligen Beisammensein konnte befriedigt werden.

Meist im Freien fand der Gaufestsonntag für viele beim Wirt am Ort seinen krönenden Abschluss, untern Himmel weiß und blau.

Ein herzliches „Vergelts Gott“ an die Pfarrbüros für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung unserer Vereine. Ebenso an alle, die an der Organisation und Umsetzung mitgewirkt haben.

Alle Augen blicken nach Bergen! Hier ihre Botschaft an alle Trachlterinnen und Trachtler:

„Gaufest dahoam“ statt „Gaufest unterm Hochfelln“

Als ausrichtender Verein des 130.Gaufests des Gauverbandes I beteiligen auch wir uns selbstverständlich an der von den Gauvorständen ins Leben gerufenen Initative „Gaufest dahoam“ am Sonntag, den 19.07.2020. Nach dem Kirchgang um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Ägidius in Bergen werden wir als Gaufestverein 2020 „unser Gaufest“ im kleinen, vereinsinternen Rahmen an der Festwiese in Weidach feiern.

Wir sagen ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott“ all jenen Vereinen, die sich durch Veranstaltungen an der wunderschönen Idee „Gaufest dahoam“ beteiligen und sich mit uns in Gedanken verbunden fühlen. Es ist bei allem Verdruss über das ausgefallene Fest ein schönes Gefühl und eine Ehre für uns, nicht alleine, sondern Teil einer großartigen Gemeinschaft zu sein!

In diesem Sinne an scheena, trachtlerischen Gruaß an alle Vereine, die unseren großen Festtag mit ihrer Teilnahme in Bergen bereichert hätten! Mir gfrein uns nächstes Jahr auf Eich!

Bleim ma g’sund und hoit ma z’samm!

Eichane Bergerer Trachtler

Volkstrachtenverein Altötting

Mit dem Zug ging es nach Heiligenstatt. Die 6,5 km lange, fußläufige Dankwallfahrt führte von der dortigen Wallfahrtskirche nach Altötting. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass Wallfahrer an den Toren von Altötting ankamen. Für Emotionen sorgte der Klang des Wallfahrtsgeläuts, das ebenfalls erstmalig in diesem Jahr zu hören war. Nach dem Segen des neuen Stadtpfarrers Dr. Klaus Metzel, der 55 aktive Trachtlerinnen und Trachtler von Beginn an begleitete, ging es nach einigen Plattlern und Auftritten der Schnalzergruppe zum Wirt nach Gramming.

GuVTEV „d´Stoabacher“ Aschau und GuVTEV „Edelweiß“ Reichertsheim

Zum Feldgottesdienst, zelebriert von Pater Bernhard Stiegler, kam auch eine Abordnung des befreundeten Trachtenvereins aus Reichertsheim.  Bei der Bevölkerung fand der Gottesdienst, der musikalisch von der Blaskapelle Aschau umrahmt wurde ebenso großen Anklang. Nach dem gemeinsamen „Großer Gott wir loben dich“ schnoizten die Goaßlschnoizer noch einen auf. Nach einem kräftigen Schlussapplaus resümierte Christian Mayerhofer, Vorstand der Stoabacher: „Des is sche, das ma bei uns so wos a kurzfristig macha kon.“

GTEV „Edelweiß“ Endorf

Am Samstagabend, nahmen die Frauen und Männer, aktiven Dirndln und Buam sowie Kinder und Jugendliche am Gottesdienst in der Pfarrkirche in Bad Endorf teil. Natürlich mit dabei die Vereinsfahne nebst Abordnung.

GTEV „D´Jenbachtaler“ Feilnbach

Eine große Schar an Vereinsmitgliedern war zum Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Braun gekommen. Nach einem kurzen, spontanen Festzug ging es im Anschluss zum Kistlerwirt zum gemütlichen Beisammensein.

GTEV „Edelweiß“ Dettendorf-Kematen

Im schönen Obstgarten des Trachtenvorstandes Martin Impler haben fleißige Helfer einen Altar für den Freiluft-Gottesdienst aufgebaut. Barbara Huber, aktive Schalkfrau, zelebrierte den Wortgottesdienst. Bernadette Kurz, die Jugendleiterin des Vereins brachte die Fürbitten dar, abgestimmt auf die momentane Situation und die Jungendvereinsarbeit. Musikalisch umrahmte die Trachtenkapelle Dettendorf den Gottesdienst. Angeführt von der Trachtenkapelle folgten die Fahnenabordnungen der Orstvereine und den Edelweißern mit ihren 90 Vereinsmitgliedern um beim Herbergswirt in Kematen den Tag ausklingen zu lassen.

GTEV „D´Sulzberger“Hammer GTEV„D´Heutauer“ Heutau GTEV „D` gmiadlichn Hochbergler“ Hochberg GTEV Siegsdorf

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem kleinen Frühschoppen im Kurpark in Hammer beteiligten sich die vier Trachtenvereine mit ihren Vorständen und den Fahnenabordnungen an der Aktion „Gaufest Dahoam  Auch der GTEV „D´Sulzberger Hammer“ schloss sich der Idee an, und nutzte die Aktion, um ein letztes Mal eine Messe vor dem Musikpavillon im Hammerer Kurpark zu feiern. Der Pavillon wird in Kürze abgerissen und durch einen „Kulturstadel“ ersetzt, der den Trachtlern und den Hammerer Ortsvereinen dann als Versammlungs- und Probenraum dienen kann. Vorstand Klaus Gimpl freute sich, dass mit dem Patenverein GTEV Heutau, den „gmüatlichen Hochberglern“ und dem GTEV Siegsdorf fast alle Trachtenvereine der Gemeinde und auch Siegsdorfs 1. Bürgermeister Thomas Kamm und 3. BGM Martin Maier seiner Einladung gefolgt waren, um wenigsten in Gedanken mit dem Nachbarverein Bergen in Verbindung zu sein. Er bat Pfarrer Thomas von Rechberg aber auch um den Segen für die in Kürze beginnenden Bauarbeiten, die bis zum geplanten Jubiläumsfest der FFW Hammer im August nächsten Jahres abgeschlossen sein sollten. Der Geistliche, der die Messe mit Unterstützung von Josef Steinbacher an der Elektroorgel und einer Bläsergruppe zelebrierte, nutzte das nahe Rauschen der Roten Traun um anhand einer Fisch-Geschichte die allumfassende Gegenwart Gottes in unserem Leben zu verdeutlichen. „Respekt, dass ihr auch im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten euren Weg weitergeht“, lobte Pfarrer von Rechberg die Trachtenvereine der Gemeinde und segnete bei einem Rundgang durch die Parkanlage alle Gottesdienstteilnehmer. Die von einigen Hammerer Buam und ihren Freunden neu gegründete „Viaschupf Tanzlmusi“ spielte dann im Pavillon noch zum gemütlichen Frühschoppen auf, den die Hammerer und ihre Gäste zu einem lange vermissten Ratsch und Gedankenaustausch nutzten, alles natürlich unter dem Blickpunkt der angesagten Abstands- und Hygieneregeln.

GTEV „Edelweiß“ Hammerau-Ainring

Sie feierten im Dorfpark in Ainring  den sonntäglichen Festgottesdienst und gedachten dabei der verstorbenen Vereinsmitgliedern, da der Jahrtag ausfallen musste. Der Gottesdienst wurde von der Musikkapelle Ainring musikalisch umrahmt. Zwei Jugend-Dirndl übernahmen den Ministrantendienst. Die Mesnerin Maria Utzmeier (Spenzerfrau des Vereins) las die Lesung. Die Fürbitten wurden von Mitgliedern der Jugend-, Aktiven- und Spenzerfrauengruppe vorgetragen. Ein Grußwort sprach der 3. Bürgermeister und Vereinsmitglied Martin Strobl. Nach dem Gottesdienst nutzten sie den feierlichen Rahmen, um die Ehrungen für langjährige Mitglieder durchzuführen. Bei der anschließenden Einkehr im Gasthaus Ulrichshögl ließen sie den Tag gemütlich ausklingen.

GTEV „Edelweiß“ Roth-Kirchanschöring wGTEV „D’Untersurtaler“ Schönram wGTEV „D’Salzachtaler“ Fridolfing

Die drei Vereine haben zusammen in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Fridolfing, die als größte Dorfkirche Deutschlands auch als Dom des Salzachtales bezeichnet wird, einen schönen Gottesdienst gefeiert. Mit Gauliederwart Markus Gromes war die musikalische Umrahmung in besten Händen. Die Lesungen und als Abschluss a paar schöne boarische Gedanken über’s Vater Unser trug Marianne Heidenthaler, Leiterin des Sachgebietes Mundart, Brauchtum, und Laienspiel, vor. Anneliese Köberle trug die selbst geschriebenen Fürbitten in heimischem Dialekt vor; so wirkten die drei Vereine bei der Gottesdienstgestaltung aktiv mit. Zusammensitzen, Mittagessen und Ratschen war im Anschluss angesagt, als jeder Verein bei seinem Wirt am Ort einkehrte.

GTEV „Surtal Lauter“

Knapp 100 Trachtlerinnen und Trachtler haben ein ‘kleines’ Gaufest in Lauter gefeiert. Um 9 Uhr fand ein Gottesdienst an der Hartl Kapelle in Lauter statt. Musikalisch umrahmt von den Klängen der Musikkapelle Surberg.Der Festzug führte in den Biergarten des Wirtshauses in Lauter. Bei strahlendem Sonnenschein wurde gemütlich gefeiert.

GTEV „Edelweiß“ Mühldorf

Nach dem Kirchgang am Samstagabend folgte am Sonntag ein Festzug durch das Dorf. Wie beim Gaufest üblich, gab es zur Freude aller Schweinebraten. Auch Kaffee und Kuchen durften nicht fehlen. Dazu luden Vorstand Waldinger und seine Frau Susi ein. Gemütlich und ausgelassen wurde dabei geratscht, wie sonst beim Gaufest, so berichtet die Mühldorfer Schriftführerin.

GTEV „D´Grüabinga“ Obing

Einen ganz besonders feierlichen Gottesdienst feierte man in Obing. Dieser Gottesdienst war gleichzeitig Nachprimiz des ehemaligen Diakons Andreas Kolb und seinem Studienkollegen Jasper Gülden. Über 30 Trachtlerinnen und Trachtler fanden ihren Gefallen am besonders festlichen Rahmen. Im Biergarten des Vereinswirt ließen sie den Tag anschließend gemütlich ausklingen.

GTEV „D`Mörntaler“ Peterskirchen

In Peterskirchen fand der feierliche Gottesdienst im Freien statt. In St. Alban, bei der örtlichen „Doiberer Kirch“ fanden sich die ganze Pfarrgemeinde und die Ortsvereine ein, um gemeinsam dem Gottesdienst beizuwohnen.

GTEV „D`Simsseer“ Prutting GTEV „Vergißmeinnicht“ Schwabering

Der Kirchenzug führte die Pruttinger gemeinsam mit ihrem Patenverein zur malerisch gelegenen Kapelle ins höher gelegene Osterfing, unweit von Schwabering. Der Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Guido Seidenberger wurde musikalisch von der Kindsbier-Musi umrahmt. Lesung und Fürbitten wurden jeweils von einer Rökkifrau der beiden Vereine vorgetragen. Ein beeindruckender Festzug führte die Trachtlerinen und Trachtler angeführt von ihren Fahnen zurück in die Dorfmitte von Schwabering ins Gasthaus Schmidmayer. Im Biergarten ließ man beim Mittagstisch den Gaufestsonntag ausklingen.

GTEV „Eschenwald“ Rettenbach

Mit 50 Vereinsmitgliedern nahm man am Gottesdienst in Kammer teil. Anschließend kamen sie bei ihrem Herbergsvater, dem Wirt in Rettenbach, zu einem gemütlichen Weißwurstfrühstück zusammen.

GTEV Rosenheim „Stamm I“

In der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus nahmen die Rosenheimer am Gottesdienst teil, der von Pfarrer Andreas Zach zelebriert wurde.In der Predigt ging es um ein Gleichnis von Jesus, welches er in die heutige Zeit der Be- und Entschleunigung und des “Ich“ bezog. Im Biergarten des Gasthauses Stockhammer, inmitten des Max-Josefs-Platzes kam man im Anschluss auf ein Weißwurst-Frühschoppen zusammen.

GTEV „Seerose“ Seebruck wGTEV „Alztaler“ Truchtlaching

Erstmalig hatten sich die beiden Vereine zu einer Unternehmung zusammengeschlossen. In der festlich geschmückten Klosterkirche in Seeon feierten sie gemeinsam den Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Rüdiger Karmann, der mit  humorvollen aber auch mit nachdenklichen Worten zu den Gläubigen sprach. Unter ihnen waren auch die drei Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck. Den musikalischen Rahmen bildete die Blaskapelle Seeon. Im Anschluss traf man sich noch im Pfarrgarten.

GTEV „Trauntal“ Traunstein

Die Trauntaler luden ihre Mitglieder Traunstein auf die Heilig-Kreuz-Leite ein. Dort feierte Pfarrvikar Christoph Zirkelbach eine feierliche Messe, die Karin Schroll mit der Harfe musikalisch umrahmte. In Anschluss trafen sie sich noch bei einer Brotzeit im Pfarrgarten und ließen so den Tag ausklingen.

Bericht und Bilder: Ingeborg Erb, Gauverband I

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!