Gastronomie

Gaststättenverband warnt vor 2G plus-Plänen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Vorfeld der morgen stattfindenden Bund-Länder-Gespräche und dem damit verbundenen Plan, flächendeckend für die Gastronomie 2G plus-Regelungen einzuführen, erklärt Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern: „Ich warne vor panischem Aktionismus, 2G plus stürzt Betriebe in Existenznot ohne Mehrwert für das Infektionsgeschehen. Die geplante Verschärfung lehnen wir daher kategorisch ab. Der geplante Beschluss käme im ohnehin extrem umsatzschwachen Januar einem Quasi-Lockdown gleich, für viele Betriebe würde sich eine weitere Öffnung nicht mehr rechnen. Zugleich sorgt allein schon die Diskussion darüber zu einer ganz erheblichen Verunsicherung in der Branche, vor allem bei den Mitarbeitern.“

DEHOGA-Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert ergänzt: „Es gibt auch keinen infektiologischen Grund, warum nun ausgerechnet wieder nur in der Gastronomie Verschärfungen angedacht werden. Der Dauer-Lockdown des letzten Winters hat doch bewiesen, dass selbst bei monatelanger Schließung aller Betriebe das Infektionsgeschehen nicht zurückgeht. Einen Bereich, der nachweislich kein Infektionstreiber ist, weiter einseitig zu verschärfen, ist weder nachvollziehbar noch verhältnismäßig. Zudem würde sich das Infektionsgeschehen durch Verlagerungen von Treffen in den privaten Bereich letztlich sogar erhöhen. Anstatt immer nur auf die Gastronomie zu schauen, sollten zunächst andere Bereiche möglichst sicher gemacht werden. Unsere Branche hat bewiesen, dass die bestehende 2G-Regelung funktioniert, die Gastronomie ist nicht Teil des Problems, sondern der Lösung.“

Bericht: DEHOGA Bayern

Foto: Hötzelsperger – Gaststube der Gaststätte Alpenrose auf dem Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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