Brauchtum

Frühjahrs-Hoagascht bei Frasdorfer Trachtlern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Schon seit Weihnachten kommt das Frühjahr und damit auch der Volksmusikhoagascht in der Frasdorfer Lamstoahalle“. Das ganze Musikprogramm war schon voll auf die erwachende Frühlingszeit ausgerichtet. Zum 38. Frasdorfer Sänger- und Musikantenhoagascht trafen sich Sänger, Musikanten und ihr Publikum in der vollbesetzten Frasdorfer Lamstoahalle und luden alle miteinander zu einem Spaziergang in den nahen Frühling die erwachende Natur, zu den Holzknechten und auf die Alm ein; bereitwillig folgten die Zuhörer der Einladung und nahmen schon einmal drei Stunden Vorschuss auf das kommende Frühjahr, auf Palmkätzchen und Schneeglöckchen.

Gemütlicher und stader kann ein Hoagascht mit der Musik und dem Gesang ausgewählter Gruppen auch in einer kleinen Bauernstube nicht sein. Es stimmte – wie in den letzten knapp vier Jahrzehnten – wieder einmal alles im Mekka der Chiemgauer Volksmusik beim Frasdorfer Sänger- und Musikantenhoagascht: die ausgesuchten Musikanten und Gesangsgruppen, die souverän-humorvolle Führung von Regina Schlemer durch den Abend und dazu die fachkundigen Zuhörer, die sich ganz einfach vom Geschehen auf der Bühne verzaubern ließen und den Darbietungen nur still lauschten.

Wie jedes Jahr hatte der musikalische Leiter Norbert Hierl auch beim 38. Hoagascht wieder eine glückliche Hand bei der Programmgestaltung und der Auswahl der Mitwirkenden, deren Spiel- und Sangesfreude die Zuhörer vom Anfang bis zum Schluss in ihren Bann zog. Für die staden Töne auf der Bühne sorgte das Duo Norbert Hierl und Gabi Dicker, sei es instrumental mit der Ziach, der Gitarre und der Okarina oder als Gesangsduo. Dazu sangen der Afelder Dreigsang und der Haushamer Bergwachtgsang; instrumental bestimmten die Kirnstoaner Tanzlmusi, die Innsoatn Musi und das Trio Hierl-Dicker-Wörndl das Geschehen auf der Bühne. Alle Sänger und Musikanten hatten in der Lamstoahalle eh ein Heimspiel, wie all die 37 Jahre vorher. Regina Schlemer aus dem benachbarten Aschau führte sachkundig durch den Abend und das Programm; sie überließ die Bühne weitestgehend den Sängern und Musikanten. In einer originellen, sympathischen Art, die gänzlich auf derbe Sprüche verzichtet, deklamierte Regina Schlemer altbairische Verserl, Anekdoten und amüsante Geschichten aus dem Alltag. Der Sänger- und Musikantenhoagascht in der Frasdorfer Lamstoahalle, jeweils am ersten Samstag in der Fastenzeit, ist seit mittlerweile 38 Jahren für alle Freunde der Volksmusik in der Region eine Pflichtveranstaltung. Der vollbesetzte Saal und die vielen verschiedenen Hüte und Trachten zeigten, dass weitum im Land ein Bedürfnis bei den Leuten besteht, solche unverfälschte Volksmusikabende mit erlesenen Gruppen zu besuchen.

Am Samstag, 2. März treffen sich die Freunde der Blasmusik zum Starkbierfest der Musikkapelle Wildenwart, am Samstag, 27. April ist um 20 Uhr ein Volksmusikhoagascht beim benachbarten Trachtenverein Niederaschau im Chalet Saal.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

Zum 38. Frasdorfer Sänger- und Musikantenhoagascht trafen sich Sänger, Musikanten und ihr Publikum in der vollbesetzten Frasdorfer Lamstoahalle und luden alle miteinander zu einem Spaziergang in den nahen Frühling die erwachende Natur, zu den Holzknechten und auf die Alm ein; bereitwillig folgten die Zuhörer der Einladung

Der Haushamer Bergwachtgsang, eine feste Größe

Die fünf Musiker: Sabine an der Zither, Peter an der Gitarre, Marlene mit der Harfe, Reinhard am Kontrabass und Manfred an der Harmonika, spielen seit Jahren zusammen und sind bekannt für ihre bodenständige Musik.

Das Trio Norbert Hierl – Gabi Dicker – Maria Wörndl

Der Afelder Dreigsang – Franziska, Sabrina und Mathias – aus Afeld in der Wildschönau

Die Kirnstoaner Tanzlmusi aus dem Inntal

Regina Schlemer führte durch das Programm

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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