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Friedenslinde für Sachrang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine Friedenslinde pflanzte die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Sachrang im Sommer am nördlichen Ortseingang des Bergsteigerdorfes. Der Patenverein aus Schleching, die Kriegervereine aus Erl, Kössen, Niederndorf und Walchsee, eine Abordnung der Kaiserjäger aus Kufstein, der Aschauer Veteranenverein, sowie die Sachranger Dorfvereine beteiligten sich an der Einweihung dieser Friedenslinde. Vorstand Herbert Hoyer wies die Mitglieder der KSK Sachrang bei der Jahreshauptversammlung des Vereins auf dieses starke Symbol für den Ort und die Gemeinde Aschau hin. „Dieser Baum soll weitum ein Zeichen setzen und einen Appell für alle darstellen, den Frieden zu bewahren“, so Herbert Hoyer. Entgegen seiner Ankündigung vom Vorjahr werde er dem Verein bis zum Ende der Wahlperiode im nächsten Jahr als Vorsitzender zur Verfügung stehen, die vorgezogenen Neuwahlen könnten damit entfallen.

In seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht wies Vorstand Herbert Hoyer auf die zahlreichen Veranstaltungen der KSK Sachrang hin. Ob Teilnahme bei den Veranstaltungen der Tiroler Nachbarn in Kufstein, Kössen, Niederndorf oder Walchsee, am Aschauer oder Schlechinger Veteranenjahrtag oder am Klobenstein, ob Gedenkgottesdienst auf der Kampenwand oder Ölbergwallfahrt, die Sachranger Kameradschaft war überall präsent. Die Teilnahme bei allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Dorf und in der Gemeinde Aschau sei für den Verein selbstverständlich, so Hoyer.

Das Sachranger Kriegerdenkmal am Ortsrand wurde in Eigeninitiative von Moos und Grünbewuchs gereinigt, ebenso der Weg zum Denkmal und das Gelände drumherum. In dieser Form stellt das Denkmal wieder einen würdigen Ort des Gedenkens für alle Vereine und alle Sachranger Bürger dar. 62 Gefallene und Vermisste hatte der kleine Ort in den beiden Weltkriegen zu verzeichnen.

Hoyer dankte allen Mitgliedern für die Teilnahme an den Vorhaben des Vereines und bat vor allem die Reservisten bei der Vereinsarbeit auch künftig aktiv mitzuwirken. Kassier Konrad Baumgartner legte einen ausgeglichenen Kassenbericht vor, auf Antrag der beiden kassenprüfer wurde die vorstandschaft einstimmig entlastet. Mehrere Tage war Hoyer als Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit der Sammelbüchse in Sachrang unterwegs, 190 Euro überwies der Verein schließlich als Sammlungsergebnis an den Volksbund. 99 Mitglieder umfasst die KSK Sachrang, drei mussten auf ihrem letzten Erdenweg begleitet werden, eine Neuaufnahme war nicht zu verzeichnen.

Bürgermeister Peter Solnar bedankte sich für das Engagement der Verantwortlichen und die vielen Veranstaltungen, an denen sie teilnahmen, dies trüge entscheidend zum guten Miteinander in Sachrang bei.

Fotos und Bericht: Heinrich Rehberg – Vorstand Herbert Hoyer, Bürgermeister Peter Solnar und Diakon Hans Weber nach dem Einsetzen der Friedenslinde am Nördlichen Ortseingang von Sachrang.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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