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Freizeit-Tipp: Wanderung auf die Hochalm

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch zu Corona-Zeiten gibt es viele Möglichkeiten, in der freien Natur, abseits von Menschenmassen, Bergtouren ohne Hütteneinkehr vorzunehmen. Eine davon ist die Hochalm im Mangfallgebirge. Diese Wanderung im Isarwinkel ist aufgrund Ihrer Kürze auch für Familien mit Kindern als Halbtagesausflug machbar. Wer es noch kürzer will, nimmt den Aufstieg von Stuben am Achenpass. Vom Gipfel aus gibt es eine tolle Rundumsicht in alle Richtungen: Der Blick reicht von Bad Tölz und dem Ausgang des Isartals über Benediktenwand, Tegernseer Berge, Vorkarwendel, Karwendel und im Süden bis in die Tauern. Allein ist man nie, aber der Gipfelbereich ist so groß, das man immer einen schönen Rast- und Aussichtsplatz findet. Einkehrmöglichkeiten während der Tour gibt es keine, also Brotzeit mitnehmen!

Start:
Wanderparkplatz am Sylvensteinspeicher 780 m, ca. 200 m vom östlichen Ende der Staumauer
Fahrtzeit von Bad Aibling eine knappe Stunde

Die Tour:
Vom östlichen Ende des Parkplatzes weist einen Schild zur Hochalm. Nach einigen Hundert Metern durch Wald queren wir den Gerstenrieder Graben. Hier laden, besonders an heißen Sommertagen nach dem Abstieg, einige Gumpen zu einer kühlen Erfrischung ein. Anschließend wird der Weg steiler. Einige Minuten bleiben wir noch neben dem Graben, um aber später ostwärts zu schenken. Nun steigen wir, mal flacher, mal steiler durch den sehr lichten Bergmischwald bis zur Höllei-Alm (nicht bewirtschaftet) empor, die wir aber rechts liegen lassen. Bei der darauffolgenden Wegegabelung halten wir uns links. Nach einem steileren Aufstieg erreichen wir auf einem Sattel inmitten grüner Wiesen die Mitterhütte. Hier haben wir auch erstmals einen schönen Blick auf die Tegernseer Berge, wobei Roß- und Buchstein als schöner Blickfang hervorstechen. Hier mündet auch der Wanderweg vom Achenpass (Stuben) ein. Ein Wegweiser zeigt an, dass wir uns nur noch 25 Minuten entfernt vom Gipfel befinden. Dieser Weg führt nochmals durch lichten Wald, bis wir bald darauf die grüne Wiesenkuppe des Gipfels und kurz darauf das Gipfelkreuz erblicken. Ursprünglich stand hier auf dem großen Gipfelbereich eine Hochalm, die jetzt aber verfallen ist. Lediglich ein paar Mauerreste zeugen noch davon.
Der Abstieg entspricht dem Aufstiegsweg.

Schwierigkeit:
leichte Bergwege, die manchmal leichte Trittsicherheit erfordern
ca. 7,7 Kilometer, 675 Höhenmeter, höchste Höhe 1480 m

Aus dem Wanderführer „Familienwandern – Bayerische Alpen und Tirol”, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus. Erhältlich im Buchhandel sowie im Internet:
Amazon: https://amzn.to/2E6I7O9
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Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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