Corona-Krise

Forderung nach klaren und fairen Regeln für den Einzelhandel

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit einem erläuternden Schreiben vom 05. Januar wandten sich die Betriebsinhaber der Firma ZE Süd, Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb nicht nur an Lokalpolitiker, sondern auch an die verantwortlichen der großen Politik Ministerpräsidenten Markus Söder und dem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Als pandemische Missstände wurde insbesondere auf die Wettbewerbsverzerrung im Lebensmittelhandel eingegangen. „In den Werbeprospekten der Discounter wird uns vor Augen geführt, dass sich der Großteil nicht auf Dinge des täglichen Bedarfs konzentriert, sondern auf Sportbekleidung, Heimwerkerbedarf, Kleinmöbel, Elektrogeräte usw. , so die Betriebsinhaber im auch Gespräch mit dem Kolbermoorer 2. Bürgermeister Dieter Kannengießer.

Es wird darauf hingewiesen, dass man froh sei, dass inzwischen endlich auch in Bayern Click+Collect erlaubt ist und das Ungleichgewicht in den Bundesländern in diesem Punkt aufgehoben ist. Dennoch bleibt der Nachteil des Einzelhandels gegenüber den Discountern. Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb fordern daher klare Regeln, die fair sind und nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Gerhard Schlarb, bekannt auch als Ortsvorsitzender der „Parteifreien“ in der Stadt Kolbermoor, ist enttäuscht, über die fehlende Resonanz. „Vom Rosenheimer Landrat Otto Lederer habe ich keine Antwort erhalten, jedoch eine positive vom Altöttinger Landrat Erwin Schneider. Noch größer ist die Enttäuschung über die Verantwortlichen aus der großen Politik, die das offensichtlich gar nicht interessiert“, so Schlarb.

Schlarb hätte sich erwartet, dass die angeschriebenen Lokalpolitiker aus den verschiedenen Parteien die dargestellten Missstände wenigsten mit ihren Abgeordneten diskutieren und hier eine Reaktion erfolgt. 2. Bürgermeister Dieter Kannengießer kann die Forderungen nur unterstreichen, sieht aber genau aus den Erkenntnissen der bisherigen Pandemiezeit den geringen Einfluss der Abgeordneten und der überdimensionierten Parlamente.  Schlarb hofft dennoch auf tatkräftige und kreative politische Unterstützung.

Bericht und Foto: Dieter Kannengießer

Anhang: ZE Süd zu Pandemiemissstand

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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