Brauchtum

Festverein Lauterbach berichtet vom Gaufest

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Anlässlich des 70- jährigen Vereinsjubiläums sollte ein besonderes Fest gefeiert werden und so übernahm der GTEV D’Lindntaler Lauterbach die Ausrichtung des 98. Gaufestes des Bayer. Inngau Trachtenverbandes.

Das Gaufestwochenende begann am Samstag Abend. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder, die den Grundstein der jetzigen Lindntaler setzten, folgte ein kurzweiliger und unterhaltsamer Gauheimatabend. Der Festsonntag begann frühmorgens mit einem Weckruf am Dorfplatz. Der Wettergott zeigte sich nach den letzten Regentagen gnädig und bescherte den Trachtlern zum Festgottesdienst in dem Ortsteil Schaurain, mit einmaligen Blick ins Inntal, einen weißblauen Himmel. Bevor Pfarrer Robert Baumgartner den Gottesdienst zelebrierte, nutzte Gauvorstand Georg Schinnagl bei seinem Grußwort die Gelegenheit an die Politiker zu appellieren, dieses wunderbare Bayernland zu erhalten: „Was kaputt ist, ist nicht mehr zu richten!“

Diakon Anton Zanker ging in der Predigt u.a. auch auf die Rolle der Tradition ein, die etwas Wunderbares ist, wenn Sie Menschen wie an einem solchen Festtag verbindet und zusammenschweißt. Sie gibt den Menschen Halt und eine Heimat. Die Verbundenheit zur Heimat kam auch in dem Feldkreuz,das eigens aus Blumen aus Lauterbacher Gärten gesteckt war zum Ausdruck. Feierlich musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Lauterbacher Kirchenchor, der Musikkapelle Rohrdorf und den Moosboch Bläsern. Im Anschluss an den Gottesdienst gratulierte Landesvorstand Max Bertl den Lindntalern zum 70 jährigem Jubiläum. Anlässlich des Jubiläums – 100 Jahre Freistaat Bayern – überreichte er im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums ein Fahnenband für die Ausrichtung des Gaufestes an die Lindntaler.

Mit Blick auf die herrliche Landschaft ging es nach dem Gottesdienst zum Festzelt. Der Festverein und Patenverein „D’Innviertler Rosenheim“sowie weitere geladene Vereine gaben ihr Ehrtänze zum Besten, bevor sich der Festzug auf den Weg durch das festlich geschmückte Lauterbach machte. 5200 Trachtler aus dem Inngau, sowie eingeladene Nachbarn aus dem Gauverband I, dem Chiemgau-Alpenverband und Unterinntaler waren im Vorfeld angemeldet. Diese teilten sich in 50 Vereine, 20 Musikkapellen, über 20 Gespanne, Kutschen und einige Vorreiter auf. Zusammen bildeten sie einen farbenfrohen Festzug, der sich in prächtiger Kulisse den vielen Zuschauern bot. Am Festzug beteiligten sich auch Ehrengäste aus der Politik wie Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, stellv. Landrat Josef Huber, den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner, Thomas Huber und Otto Lederer, die Bezirksräte Sepp Hofer, Elisabeth Jordan und Sebastian Friesinger. Der Bayernbund war durch Landesvorsitzenden Adolf Dinglreiter vertreten. Zu den Ehrengästen aus den Trachtlerreihen zählten u.a.Vertreter aus dem Chiemgau-Alpenverband, Oberlandler, Gauverband I, dem Lechgau, Tiroler Trachtenverband und Unterinntaler.

Am Ende des Umzuges standen die Lindntaler für die Vereine Spalier, um für die Teilnahme zu danken. Im Festzelt und in der gemütlichen Kuchenbar ließen die Trachtler den schönen Tag zusammen ausklingen. Was beweist Tradition verbindet Menschen.

Bericht: Gudrun Wolf
Fotos: Gerhard Leitsmüller – www.pixelmagier.net
Weitere Festwochen-Informationen: www.gaufest2018.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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