Kultur

Felicitas Köster-Caspar – Ein Leben für die Kunst

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit einer Jubiläumsausstellung zum 100. Geburtstag ehrt der Landkreis Rosenheim die renommierte Brannenburger Künstlerin Felicitas Köster-Caspar in der diesjährigen Sommerausstellung auf Schloss Hartmannsberg. Bei der Vernissage am Sonntag, 2. Juli 2017 um 11 Uhr hielt Karl J. Aß die Laudatio auf diese „Grande Dame der regionalen Kunstszene“, die musikalische Umrahmung liefern die „Gumpenpritschler“ aus Oberaudorf.

Köster-Caspar, Tochter des bekannten Malerehepaares Karl Caspar und Maria Caspar-Filser, hätte am 24. Juli ihren 100. Geburtstag feiern können; sie starb hochbetagt im November 2016. Die Retrospektive mit dem Titel „Ein Leben für die Kunst“ präsentiert zahlreiche Ölbilder und Aquarelle, unter anderem farbenprächtige Stillleben, Landschaftsbilder aus dem Inntal und aus Italien sowie die sogenannten „Fensterbilder“, in der die Künstlerin in Spiegelungen das eigene Ich, die innere Reflexion, aber auch die Natur in stark abstrahierter, träumerischer, märchenhafter und transparenter Form wiedergibt. Köster-Caspar führte das malerische Vermächtnis einer expressiven Bildsprache der Caspar/Caspar-Filser -Schule fort, kräftige Farben, flächige Pinselstriche und ein expressiver Malstil charakterisieren ihr umfangreiches Lebenswerk.

Die Ausstellung ist Freitag von 14-18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11-18 Uhr geöffnet und dauert bis zum 6. August, der Eintritt ist frei.

Bilder:

  • Tulpenstillleben, Öl auf Leinwand 1978
  • Mohn, Öl auf Leinwand 1977
  • Der Weg zu uns, Öl auf Leinwand 1963liebe Kunstfreunde

 

Begrüßungsworte von Kulturreferent Christoph Maier-Gehring

Mit dieser Jubiläumsausstellung zum 100. Geburtstag ehrt der Landkreis Rosenheim eine große Künstlerin: Felicitas Köster-Caspar. Sie wurde 1916 geboren und starb im vergangenen Januar hochbetagt mit 99 Jahren.  Am 24. Juli hätte sie ihren 100. Geburtstag feiern können. Karl  Aß nannte sie in seinem Nachruf im OVB eine der „letzten Grande Dames“ der regionalen Kunstszene. Er wird im Anschluss in seiner Laudatio auf die Besonderheiten im Leben und Werk dieser auch überregional und international tätigen Künstlerin eingehen. Außerdem finden Sie dazu viele Informationen in unserem kleinen Falt-Flyer.

„Ein Leben für die Kunst“ haben wir diese Ausstellung im Untertitel genannt, denn das Leben von Felicitas Köster-Caspar prägte von Anbeginn die Kunst – und die Kunst prägte ihr Leben.

Die Entstehungszeit der Werke dieser Retrospektive reicht über 70 Lebensjahre, von 1936 bis 2008. Insgesamt 64  Ölbilder und Aquarelle sind in der Ausstellung zu sehen.

Ein erster großer Dank geht an dieser Stelle an Karl Aß, der mich im vergangenen Dezember zu dieser Ausstellung inspiriert hat und der mir während der folgenden Zeit ein unschätzbarer Partner war. Er war entscheidend bei der Auswahl der Bilder, insbesondere der Aquarelle. Zusammen haben wir die Aquarelle gerahmt und ihm ist letztendlich die, wie ich finde, sehr gelungene Hängung zu verdanken.

Und dann möchte ich einer Person danken, ohne deren großes Engagement, ohne deren Verve und ohne deren Wissen um das Werk ihrer Mutter diese Ausstellung völlig undenkbar gewesen wäre: Felicitas E.M. Köster, zugleich Enkelin des Künstlerehepaares Karl Caspar und Maria Caspar-Filser. Sie hütet, ja behütet in der großen Künstlervilla in Brannenburg das umfangreiche künstlerische Vermächtnis ihrer Großeltern und ihrer Mutter.

Sie hat uns viele gute Vorschläge gemacht, mit Nachdruck auf manchem Detail bestanden, war federführend bei der Auswahl der Ölbilder und hat noch in den letzten Tagen selbst eine Reihe von Gemälden gerahmt. Frau Köster liebt Goldrahmen, Bilder ohne Rahmen mag sie nicht so gern. Nicht allen ihren Ideen wollte der Kulturreferent immer folgen. Aber dafür hat er ein für alle Mal gelernt, wie man wertvolle Gemälde sicher für den Transport verpackt.

Liebe Frau Köster, eine spannende Zeit liegt hinter uns, und ich denke, wir haben mithilfe ihres großen Einsatzes, auch ihres Sohnes Felix, eine tolle Ausstellung auf den Weg gebracht.

Nicht zuletzt bedanken möchte ich mich bei meinen Kolleginnen aus dem Landratsamt und bei unserem Kantinenwirt Rudi Bernhard für die Bewirtung bei unserem Hartmannsberger Hausmeisterehepaar Funke für die wie immer gute Unterstützung und die Organisation der Ausstellungsaufsicht und den Gumpenpritschlern aus Oberaudorf für die musikalische Umrahmung.

Wenn Ihnen die Ausstellung zusagt, empfehlen sie sie weiter, sie ist bis 6. August jeweils Freitag (14-18 Uhr), Samstag und Sonntag )11 bis 18 Uhr)zu besichtigen.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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