Kirche

Erzdiözese stellt Seelsorge vor Ort in den Mittelpunkt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In ihrem Gesamtstrategieprozess will sich die Erzdiözese München und Freising schwerpunktmäßig mit sechs Feldern kirchlichen Handelns befassen. Im Mittelpunkt steht die Seelsorge unter dem Leitbegriff „Kirche vor Ort“, die Thema zweier Arbeitsgruppen sein wird. Zusätzlich wurden die Schwerpunkte „Bildung“, „Caritatives Handeln“, „Kunst, Musik & Kultur“ sowie „Kirche im Dialog & in Kooperation“ definiert. Für jedes der sechs Arbeitsfelder wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit Fragen der Wirksamkeit der vielfältigen kirchlichen Angebote auseinandersetzt und unter anderem strategische Ziele für die unterschiedlichen kirchlichen Handlungsfelder erarbeitet.

Die erste der beiden zentralen Arbeitsgruppen „Kirche vor Ort“ legt den Schwerpunkt auf die Seelsorge nach Lebensalter. Neben den Angeboten der pfarrlichen Seelsorge wie Gottesdienst und Sakramentenspendung oder musikalische und katechetische Aktivitäten werden hier Angebote wie Kinder- und Jugendpastoral, Familienpastoral und Seniorenpastoral diskutiert. In der zweiten zentralen Arbeitsgruppe liegt der Schwerpunkt auf der Seelsorge nach Lebenssituationen. Hier wird neben der pfarrlichen Seelsorge beispielsweise die Krankenpastoral, die Pastoral für Menschen mit Behinderung, die Schul- und Hochschulpastoral sowie die Stadt- und Landpastoral in den Blick genommen.

Die Arbeitsgruppe „Bildung“ befasst sich mit der Elementarbildung sowie der schulischen und beruflichen Bildung, zum Beispiel mit Religionsunterricht, Kindertagesstätten und Schulen sowie mit der Hochschulbildung. Im Bereich „Caritatives Handeln“ werden Angebote und Einrichtungen in den Blick genommen, die Hilfe und Beratung für Menschen in Not bieten. Die Pflege von Kunst- und Kulturgut, Museen, Bibliotheken und Archive, Kirchenmusik und kulturelle Veranstaltungen werden im Arbeitsfeld „Kunst, Musik & Kultur“ zusammengefasst. Das Arbeitsfeld „Kirche im Dialog & in Kooperation“ umfasst die Beschäftigung mit religiösen, gesellschaftlichen und politischen Fragen, unter anderem in der Erwachsenenbildung, im Zusammenspiel mit den Orden und geistlichen Gemeinschaften sowie in der Ökumene und im interreligiösen Dialog.

Die sechs Arbeitsgruppen sollen von Februar bis Mai 2021 tätig sein. Sie arbeiten auf Basis eines zentralen Zielbildes, das auf vorhandenen strategischen Überlegungen der Erzdiözese aufbaut und inhaltliche Leitplanken vorgibt. In den Arbeitsgruppen entstehen dann strategische Ziele für das jeweilige Arbeitsfeld, zudem sollen Kriterien zur Wirkungsmessung erarbeitet und der Ressourceneinsatz reflektiert werden. Darauf aufbauend soll es darum gehen, Optimierungsvorschläge für den weiteren Umgang mit den Angeboten des jeweiligen Arbeitsfeldes zu entwickeln.

In ihrem Gesamtstrategieprozess erarbeitet die Erzdiözese München und Freising Leitlinien, an denen sie zukünftig ihr Handeln ausrichten will, angesichts einer Gesellschaft, die sich grundlegend und mit steigender Geschwindigkeit verändert, und angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen. Die Erzdiözese möchte weiterhin für die Menschen da sein und den kirchlichen Auftrag, das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen, wirksam erfüllen. Der Gesamtstrategieprozess hat im Herbst 2020 begonnen und soll im Herbst 2021 abgeschlossen werden, bevor in einem nächsten Schritt die Umsetzung beginnt. Nähere Informationen sind unter www.erzbistum-muenchen.de/strategieprozess zu finden. (gob)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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