Tourismus

Erster Digitaler Parkplatz am Chiemsee in Breitbrunn eröffnet

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Parkscheine, Schranken und Parkscheiben können ab sofort in der Chiemsee-Region ebenso der Vergangenheit angehören wie Parkwächter oder Politesse. Davon konnten sich Bürgermeister aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sowie private Parkplatzbetreiber beim Strandbad-Platz in der Gemeinde Breitbrunn am Chiemsee überzeugen als sie dorthin von der Peter Park System GmbH zur Vorstellung des ersten digital funktionierenden Parkplatzes am Chiemsee eingeladen wurden.

Seit Juni dieses Jahres läuft die automatische Kennzeichenerkennung in Breitbrunn. Die Parkplatzbesucher werden bei der Ankunft auf Funktion und Folgen des neuen Systems mittels Tafeln/Hinweis-Schildern hingewiesen während bei der Einfahrt das Kennzeichen gescannt wird. Damit wird festgehalten, wann der Parkvorgang beginnt. Da es keine Schranken gibt, gibt es auch keinen Rückstau oder einen damit verbundenen Ärger. Wie Maximilian Schlereth als Geschäftsführer der Peter Park System GmbH den Kommunalpolitikern und Betreibern von öffentlichen und privaten Parkplätzen weiter informierte, gibt es bei der Bezahlung des Parkvorgangs eine hohe Flexibilität, dazu sagte er: „Die Tarife können nach Bedarf eingestellt werden. Z.B. macht oft ein Tagesticket, wie in Breitbrunn, Sinn. Möglich ist auch, dass bei Stundentarifen nur die tatsächlich geparkte Zeit bezahlt werden muss. Dies wiederum kommt der Kundenzufriedenheit zugute. Die Bezahlung ist möglich in bar am Automaten (in Breitbrunn beträgt die Tagesgebühr 3 Euro), mit einer EC-/Kreditkarte, NFC oder über eine App auf dem Handy“. Bei der Ausfahrt wird nochmals das Kennzeichen gelesen und das System gleicht automatisch den Parkvorgang und die Bezahlung ab, der Parkplatz kann einfach verlassen werden. Vor der Ausfahrt werden die Besucher mit einem deutlichen Hinweisschild noch darauf hingewiesen, dass ohne Bezahlung ein Bußgeld aufgrund der vertraglichen Hinweise bei der Einfahrt in Höhe von 35 Euro die Folge ist.

Breitbrunner Gemeinde mit ersten und guten Erfahrungen

Für Bürgermeister Anton Baumgartner von der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn, die als Pächter der Parkfläche von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung den Platz zur weiteren Bewirtschaftung an den Strandbad-Pächter weiterverpachtet hat, begrüßt nach den ersten Erfahrungen das digitale Parkplatz-Management-System, er sagte: „Immer wieder gab es was zu kümmern, sei es um Personal oder bei wechselnden Wetterlagen, für den Gemeinderat ist das jetzt eine bessere Situation, wir überlegen, ob wir nicht weitere Plätze mit diesem Parkraumbewirtschaftungs-System ausstatten“. Auch Stefano, seit fast einem Jahr  Wirt vom Kiosk und somit nahe an den Kunden hält das Modell für zukunftsfähig, denn schon nach kurzer Zeit haben sich die Besucher umgestellt und bei ihm ist sogar eine Umsatzsteigerung eingetreten. Vereinfachungen und Erleichterungen könnte das digitale Park-System in Zukunft auch in anderen Gemeinden bringen. So erkundigten sich unter anderem die Bürgermeister Andreas Friedrich aus Prien, Christian Glas aus Eggstätt und Andreas Scheck aus Marquartstein (dort ist bislang das Parken noch frei) über die Möglichkeiten, des System-Einsatzes. Dazu erklärte Maximilian Schlereth, dass es für jeden Parkplatz ganz individuelle Lösungen gibt und dass auch bisherige Kassenautomaten bestimmter Hersteller in eine neue Lösung eingebunden werden können. Die Firma Peter Park System GmbH arbeitet eng mit der Firma Parkster zusammen. Mit der Parkster App können Autofahrer am Strandbad-Platz ihre Parkscheine kontakt- und bargeldlos am Smartphone lösen. Das Lösen eines Parkscheins ist dabei denkbar einfach: Bei Ankunft am Parkplatz startet der Autofahrer den Parkvorgang in der App, bei Abfahrt beendet er ihn wieder. So bezahlt er nur die tatsächlich angefallene Parkzeit. Die Parkster App ist über eine Schnittstelle mit dem Kennzeichenscanner verbunden. Das System erkennt so automatisch, wenn ein Autofahrer die Parkgebühr mit der Parkster App bezahlt hat.

Zur Freude des Tages lud Bürgermeister Anton Baumgartner noch zu einer Weißwurst-Brotzeit ein, dabei zapfte er ein Faß Bier an und bedankte sich bei der Familie Dietrich Sailer von der Münchner Kindl Brauerei. Sailer hatte für seine Heimatgemeinde den Vorschlag gemacht und den Kontakt zum Rathaus hergestellt.

 Fotos:  Hötzelsperger –  Eindrücke von der Vorstellung des ersten digitalen Parkplatzes am Chiemsee beim Strandbad in Breitbrunn

Weitere Informationen:  www.peter-park.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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