Kirche

Erntedank-Gottesdienst und –Gedanken in St. Salvator

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Erntedank ist ein Freudenfest, das die Menschen und die ganze Natur mit einbezieht und das uns erinnern soll, dass wir alles, was wir ernten, essen und trinken Gott zu verdanken haben“ – mit diesen Worten begann Pater Joshy vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer den traditionellen Erntedank-Gottesdienst in der Filial- und Wallfahrtskirche von St. Salvator in der Gemeinde Rimsting. Aufgrund der Corona-Beschränkungen mit den reduzierten Plätzen innerhalb der Kirche wurde bei schönem Spätsommerwetter der Gottesdienst auch ins Freie übertragen.

„Essen wir bewußter, langsamer, weniger und gesünder – dieser medizinische Rat soll uns nicht nur bei Übergewicht begleiten“ – so Pater Joshy, der weiter sagte: „Nicht alle Menschen haben genug zu essen, nicht alle Leute wie wir können zwischen 20 oder gar 30 Sorten Brot auswählen, es gibt auf dieser Welt noch Millionen von Kindern und Erwachsenen, die Hungern und Tausende gibt es, die Verhungern“. Angesichts dieser Gedanken bat der Geistliche: „Wenn wir bewusst essen, denken wir doch bitte an die, die für uns gearbeitet haben, damit wir gut und genug zu Essen haben. Tausende sind es, die für mich und uns gearbeitet haben, denken wir nur an den Bauern, der Getreide gesät hat und an die Verkäufer“. Bewusst essen heißt bewusst Denken und das wiederum bedeutet von Herzen zu Danken – diesen Gedanken ergänzte Pater Joshy noch wie folgt: „Das Erntedankfest möge uns nicht nur heute an das tägliche Brot erinnern sowie an das Wort Gottes, das uns wie ein Samenkorn ins Herz gelegt wurde, um reichlich Frucht zu bringen. Bedenken wir, dass die Früchte der Erde nicht ohne unser menschliches Zutun gedeihen geradeso wie die Früchte des Glaubens täglich erarbeitet werden sollen. Echter Glaube trägt nämlich Früchte, gerade in diesen derzeitig schwierigen Zeiten ist eine Hinwendung zu Gott wichtig und notwendig“.   Als Pater Joshy zum Schluss seiner Erntedank-Predigt auf die Bedeutung eines guten religiösen Klimas in Familien und Freundeskreisen zu sprechen kam, dankte er seinerseits den vielen Kräften, die für die Vorbereitungen, für den Kirchenschmuck und für die Gestaltung Sorge trugen. Sein ganz spezieller Dank galt der Mesnerfamilie Wimmer aus St. Salvator und ihrem Helferkreis, den Trautersdorfer Weisenbläsern und der Organistin Annette Bauer. Die Frauen aus den Orten der Kreuztracht von St. Salvator sowie aus den Reihen der Trachtenvereine von Atzing und Greimharting waren besonders fleißig beim Herrichten der Erntekrone und beim Basteln von Erntesträußerl. Deren Abgabe nach dem Gottesdienst brachte einen Erlös von 395,70 Euro, die wiederum der Kirche von St. Salvator zugute kommen werden.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke vom Erntedank-Gottesdienst in St. Salvator mit Pater Joshy sowie Trachtlerinnen und Trachtlern aus Atzing und Greimharting

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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