Corona-Krise

Erinnerungen an St. Corona

Den Pfarrnachrichten des Pfarrverbandes Westliches Chiemseeufer haben wir diesen Beitrag entnommen:

St. Corona als mögliches Vorbild wieder zu entdecken

Wenn man heute das Wort Corona hört, denkt man fast nur noch an eine gefährliche Viruskrankheit mit diesem Namen. Aber es gibt auch eine hl. Corona, die als 17-jährige im Jahre 177 bei der Christenverfolgung durch die römischen Kaiser als Blutzeugin für Christus in Syrien gestorben ist. Über sie wird berichtet, dass sie einem Soldaten, dessen Verlobte sie gewesen sei, der wegen seines christlichen Glaubens gemartert wurde, Trost gegeben und Mut zugesprochen hat. So wurden sie gemeinsam zu Märtyrern und die Kirche feiert ihren Gedenktag als St. Corona und St. Victor am 14. Mai.

Weil Karl der Große St. Corona um ihre Fürbitte angerufen haben soll, wurde ein Teil ihrer Reliquien im Dom zu Aachen im Corona-Leopardus-Schrein verwahrt und später ein weiterer Teil im Dom zu Bremen und im Dom zu Prag.

Mehrere Kirchen, sowohl in Deutschland als auch in Österreich erhielten den Namen St. Corona, wie etwa die Wallfahrtskirche St. Corona bei Staudach. In Österreich gibt es auch noch zwei Ortschaften mit dem Namen St. Corona. Da der Name Corona „Krone“ bedeutet und sie durch ihren Märtyrertod die Krone des ewigen Lebens erreicht hat, wird sie oft mit einer Krone als Symbol dargestellt und im volksreligiösen Brauchtum angerufen zum Auffinden verborgener Schätze, worunter sowohl spirituelle Schätze des Glaubens, wie auch ein wertvoller Ehepartner gemeint sein konnten. Möglicherweise wäre St. Corona auch heute geeignet als Vorbild für alle, die Trost und Mut brauchen oder anderen zuzusprechen wünschen.

Allmächtiger Gott, der du die Sünden deines Volkes vergibst und alle seine Gebrechen heilst, der du dich Herr, unser Arzt nennst und uns deinen geliebten Sohn gesandt hast, dass er unsere Krankheiten trage; blicke herab auf uns, die wir unsere Zuflucht bei dir nehmen.

Wir bitten dich in dieser Zeit der Epidemie und Not, gedenke deiner Liebe und Güte, die du je und je deinem Volk in Zeiten der Trübsal gezeigt hast.

Wende diese Krankheit von uns ab; lass die, die davon befallen sind, wieder genesen; beschütze die, welche durch deine Güte bisher bewahrt geblieben sind und lass die Plage nicht weiter um sich greifen.

Hl. Maria, Heil der Kranken – bitte für uns!

Hl. Corona – bitte für uns!

Text und Bild: Pfarrverband Westliches Chiemseeufer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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