Landwirtschaft

Endspurt im Berufswettbewerb der deutschen Landjugend

Heute und in den nächsten Tagen treffen sich in Baden-Württemberg und Bayern die 115 besten Nachwuchskräfte der Haus- und Forstwirtschaft, des Weinbaus sowie der Land- und Tierwirtschaft aus der ganzen Republik. „Was mich besonders freut: In jeder Sparte sind Frauen beim Finale des Berufswettbewerbes am Start – insgesamt 35“, so Kathrin Muus, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V., bei der Eröffnung des Bundesentscheids in Herrsching.

„Viele der jungen Ehrenamtlichen oder Unternehmer der Agrarbranche, die ich in den vergangenen Jahren getroffen habe, betrachten den Berufswettbewerb rückblickend als wichtigen Impulsgeber ihrer beruflichen Entwicklung“, hob Ralf Wolkenhauer aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bei der feierlichen Auftaktveran¬stal¬tung hervor. Dort vertrat er Ministerin Julia Klöckner als Schirmherrin des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend, die gern selbst gekommen wäre. Denn die agrarische Ausbildung sei ein entscheidender Faktor für die Zukunft, in Umbruchzeiten sogar der entscheidende Faktor für die Qualität der Lebensmittel und der Umwelt – und zwar unabhängig von der Produktionsausrichtung, sagte Ralf Wolkenhauer in Bayern.

Während in der Region am Ammersee 90 Auszubildende und Fachschüler der Sparten Land-, Tier-, Forst- und Hauswirtschaft ihr Können unter Beweis stellen, werden die deutschen Jugendmeisterschaften für den Weinbau im baden-württembergischem Nordheim auf dem Gelände der Privatkellerei Rolf Willy ausgetragen. In dieser Sparte haben sich 25 junge WinzerInnen qualifiziert.

Am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend, der in diesem Jahr zum 34. Mal veranstaltet wird, hatten sich – angefangen beim Kreisentscheid im Februar – etwa 10.000 junge Leute aus ganz Deutschland beteiligt. Die jungen Menschen, die sich für den Bundesentscheid qualifiziert haben, bringen als Landessieger der einzelnen Sparten ihr Wissen und Können ein, knüpfen hier Netzwerke, um den Herausforderun¬gen der Zukunft zu begegnen. „Natürlich geht es ums Siegen. Aber jeder hier weiß, dass schon das Dabeisein ein großer Gewinn ist“, so die BDL-Bundesvorsitzende Kathrin Muus.

Gemeinsam mit Ralf Wolkenhauer vom BMEL, mit Anneliese Göller aus dem Präsidium des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und Gerald Dohme, dem stellvertretenden Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), eröffnete die BDL-Vorsitzende am heutigen Montag in Herrsching den Endspurt des seit Februar laufenden Wettstreits, der unter dem Motto „Grüne Berufe #landgemacht: Qualität. Vertrauen. Zukunft.“ steht.

Den Startschuss für den Weinbau gab Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg zusammen mit der stellv. BDL-Bundesvorsitzenden Mara Walz und dem Vizepräsidenten des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg, Klaus Mugele. Bei der Eröffnung in Nordheim sagte die Staatssekretärin: „Der Weinbau ist bei uns im Südwesten als prägendes Landschaftselement ein ganz besonderes Kulturgut. Sehr gut ausgebildete Fachkräfte stehen für eine hohe Qualität der Weine aus Baden und Württemberg.“ Zugleich wünschte sie den Teilnehmern des Bundesentscheids erfolgreiche Tage, einen regen Gedankenaustausch und viele Impulse für den Weinbau.

Der fachliche Wettstreit wird alle zwei Jahre von BDL, Deutschem Bauern- und Deutschem LandFrauenverband mit ihren Landesverbänden sowie der Schorlemer Stiftung veranstaltet. Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert, lenkt das Fort- und Weiterbildungsprojekt den Blick der Öffentlichkeit auf die Grünen Berufe und die ländlichen Räume. Das Finale wurde bereits achtmal in Bayern ausgetragen und zum 13. Mal in Baden-Württemberg.

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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