Natur & Umwelt

Einweihung von Lehrbienenstand in Frasdorf

„Ich freue mich darauf, wenn sich dieses Gebäude künftig mit Leben füllt und viele Angebote stattfinden können. Mit dem neuen Lehrbienenstand wurden Räumlichkeiten und eine Ausstattung geschaffen, die es dem Imkerverein und dem Gartenbauverein ermöglicht, ihre verschiedenen Angebote an Mitglieder und Interessierte umzusetzen, Angebote, die für die Bedeutung unserer heimischen Natur- und Kulturlandschaft sensibilisieren sollen“, eröffnete Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair die Feier zur Einweihung des neuen Gebäudes an der Aschauer Straße. „Hier können künftig Kurse für Jungimker oder Kurse und Beratungen zur Bepflanzung der Gärten mit heimischen und artgerechten Pflanzen abgehalten werden. Das Angebot beider Vereine reicht bis hin zu Vorträgen und Angeboten für Kinder, in denen die Bedeutung von Bienen, Pflanzen, Imkerei, Natur- und Kulturlandschaft thematisiert werden soll“. Pfarrer Paul Janßen gab dem Gebäude und allen, die es künftig nutzen werden, den Segen der Kirche.

Der Bau des Lehrbienenstandes wurde durch zwei Leaderprojekte gefördert. Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, Dr. Georg Kasberger, der Vorsitzende der Leaderaktionsgruppe Chiemgauer Seenplatte Sepp Reithmeier, die Bayerische Honigprinzessin Alexandra Krumbacher und die beiden Manager und Geschäftsführer der Leaderaktionsgruppe Chiemgauer Seenplatte Christian Fechter und der Leaderaktionsgruppe Chiemgauer Alpen Kolja Zimmermann überzeugten sich davon, dass die Leader-Zuschüsse bei diesem Projekt gut eingesetzt wurden. Der stellvertretende Vorsitzende des Imkervereins Christian Voggenauer war der Motor des Bauvorhabens. Der Frasdorfer Architekt Fritz Wüstinger entwarf das neue Gebäude, die Zimmerei Wagner baute die Holz- und Glaskonstruktion auf, stets unterstützt durch die Bauabteilung und den Bauhof der Gemeinde Frasdorf.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 161000 Euro. Da es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen zwei benachbarten Leaderaktionsgruppen handelte, betrug der Fördersatz 60 Prozent der Nettokosten; rund 81000 Euro erhielten die beiden Gemeinden Aschau und Frasdorf durch das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten als Zuschuss. Nach dem Abzug der Förderung, sowie der Eigenbeteiligung der Vereine und Spenden, verblieben Kosten in Höhe von 64000 Euro, die jeweils zur Hälfte durch die Gemeinden Frasdorf und Aschau getragen werden.

Der Imkerverein Frasdorf-Aschau und der Gartenbauverein Frasdorf hatten für ihre Vereinszwecke bis dato kein eigenes Vereinsgelände oder eigene Räumlichkeiten zur Verfügung. Beide Vereine führten ihre Aktivitäten auf Privatgrundstücken durch und mussten für Versammlungen und Vorträge von Fall zu Fall Lokalitäten suchen.

Die Gemeinden Frasdorf und Aschau errichteten mit Hilfe von Mitteln aus dem Leader-Topf gemeinsam einen Lehrbienenstand mit Vereinsraum. Die beiden Vereine werden den Lehrbienenstand und den zugehörigen Außenbereich gemeinsam nutzen. Mit dem Bau und dem umliegenden Grünbereich sowie der zugehörigen Ausstattung schaffen die Gemeinden Aschau und Frasdorf ideale Voraussetzungen um das Vereinsleben aktiv zu halten.

Der Lehrbienenstand mit Vereinsraum wurde zwischen den Orten Frasdorf und Aschau auf einem Gelände nahe der Staatsstraße 2093 errichtet. Das Grundstück grenzt an einen Parkplatz an und liegt am Aschau und Frasdorf verbindenden Radweg. Auf dem Gelände wurde in einfacher Holzbauweise ein Lehrbienenstand mit Honigraum und einem Vereinsraum errichtet. Das Dach wird begrünt. Bei schönem Wetter können die Schiebetüren des Vereinsraums zu einer davorliegenden Terrassenfläche geöffnet werden. Ein kleines Nebengebäude wird künftig eine bestehende Deponieentlüftung verdecken und als Geräteschuppen dienen. Über das Gelände führt ein behindertengerechter Zuweg in den Lehrbienenstand. Das Außengelände selbst wird durch die beiden Vereine bienen- und insektenfreundlich und standortgerecht bepflanzt.

Der Lehrbienenstand mit Vereinsraum, der zugehörige Außenbereich und die Lage nahe der Ebnater Achen und die angrenzende landwirtschaftliche Fläche mit Blühstreifen bieten beiden Vereinen die Möglichkeit über die Imkerei, (Wild)Bienen und andere Insekten, insektenfreundliche Bepflanzung, Pflege und Erhalt von Bäumen, die Wechselbeziehungen zwischen (Wild)Bienen und Pflanzen und andere Themen zu informieren und entsprechende Angebote zu schaffen. Es sind Kurse und Veranstaltungen für Vereinsmitglieder, Imker und Jungimker, die interessierte Bevölkerung und Besucher geplant und natürlich auch Besuche von Schulklassen, Kindergartengruppen und ein Ferienprogramm.

Die Gemeinden Frasdorf und Aschau schaffen mit dem Projekt die Voraussetzungen, damit die beiden Vereine mit attraktiven Angeboten und Veranstaltungen rund um die Imkerei und den Gartenbau das Vereinsleben und Freizeitangebot für Einheimische und Besucher bereichern können.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Samerberger Nachrichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!