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Einweihung: Erweiterungsbau der Inntal-Schule in Brannenburg

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wenn ein Gebäude rot werden könnte angesichts vieler Komplimente, dann hätte die Außenfassade des neuen Erweiterungsbaus der Inntal-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum in Brannenburg heute die Farbe gewechselt. Bei der Einweihungsfeier heute (17.10.19) fanden alle Redner nur lobende Worte. Eine Woche vor Beginn des Schuljahres war das neue Schulgebäude fertiggestellt worden.

„Es macht unheimlich Spaß, hier zu arbeiten“, sagte Schulleiterin Dagmar Schuster in ihrer Begrüßung. Sie blickte auf die Entwicklung der Inntal-Schule zurück, seit sie selbst 1990 dorthin wechselte. „Raumnot gab es seinerzeit schon“ stellte Schuster fest. Das jetzt fertiggestellte Gebäude ist der dritte Anbau seit damals. Im kommenden Jahr sollen noch die Räume für die Ganztagesbetreuung frei werden, wenn nämlich der Hort wie geplant in einen Neubau umzieht. Dann, so Dagmar Schuster abschließend „braucht es keinen Anbau mehr“.

Von einer „sehr gelungenen Erweiterung“ sprach der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. Besonders erwähnte er das Architekten-Ehepaar Viktoria und Peter Krieger, „das ihr Herzblut in das Projekt gesteckt hat“. Zudem dankte Kannengießer dem Rosenheimer Kreistag, der in den vergangenen zehn Jahren rund 100 Millionen Euro für Schulbaumaßnahmen billigte.

Die besondere Aufgabe der Förderzentren, nämlich Lernen, Sprache sowie die emotionale und soziale Entwicklung zu fördern, stellte Klaus Funke von der Regierung von Oberbayern in den Mittelpunkt seiner Rede. „Wir brauchen eine feine Haltung gegenüber Kindern, die uns Probleme machen. Das ist der Kernpunkt dessen, was wir lehren und lernen wollen. Diese Werteerziehung wollen wir in den Schulen leben.“ Funke warb für Respekt vor dem Mitmenschen, „das ist in der heutigen Zeit ein bisschen am Verlorengehen.“ In der Planung und Umsetzung des Neubaus sah der Vertreter der Regierung von Oberbayern „ein Musterbeispiel an feiner Haltung.“

Brannenburgs dritter Bürgermeister Florian Antretter machte es kürzer. „Man braucht nicht viel sagen, nur rausschauen, das sagt alles. Was in der kurzen Zeit hier entstanden ist, ist hervorragend.“ Antretter kündigte an, das in der kommenden Woche, die Bauarbeiten für den Hort beginnen.

Im Anschluss daran bedankte sich der Architekt Peter Krieger bei allen, die sich an der Verwirklichung des neuen Schulanbaus beteiligt hatten. Zusammen mit seiner Frau Viktoria überreichte er einen symbolischen Schlüssel an den stellvertretenden Landrat Dieter Kannengießer, der ihn umgehend an die Schulleiterin Dagmar Schuster weiterreichte. Für den kirchlichen Segen sorgten der katholische Dekan Helmut Kraus und der evangelische Pfarrer Thomas Löffler.

Der 35 Meter lange und zehn Meter breite Erweiterungsbau ist in Holzbauweise errichtet worden. Im Erdgeschoss finden neben dem Elternsprechzimmer und den Sanitärräumen noch ein Mehrzweck- bzw. Rhythmikraum mit direkter Anbindung an den Schulhof Platz. Die dazugehörige Terrasse ist überdacht. Die Verwaltungsräume für Schulleitung und Sekretariat, den Erste-Hilfe-Raum sowie das Lehrerzimmer mit Silentium befinden sich im Obergeschoss. Das neue Gebäude ist nur zum Teil unterkellert und zwar für Technik-, Archiv- und Lagerräume.

Um die Barrierefreiheit sicherzustellen, sind Neubau und Bestandsgebäude im Untergeschoss und im Erdgeschoss schwellenlos miteinander verbunden. Zudem ist ein rollstuhlgerechter Aufzug eingebaut und der Erweiterungsbau kann von der Pienzenauerstraße aus barrierefrei betreten werden. Alle Räume mit Ausnahme des Kellers sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die Versorgung erfolgt über die bestehende Heizanlage der Förderschule.

Die Baukosten betragen knapp 3,4 Millionen Euro. Der Landkreis Rosenheim erwartet eine staatliche Förderung in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro.

Bericht und Foto: LRA Rosenheim

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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