Brauchtum

Eindrucksvolles Wiedergründungsfest bei Samerberger Gebirgsschützen

Anton Hötzelsperger
Rainer Nitzsche

Groß marschierten die Bayerischen Gebirgsschützen zum 40jährigen Jubiläum der Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie (GSK) Samerberg in Törwang auf. Rund 150 Gebirgsschützen mit Fahnenabordnungen aus 17 Kompanien des Bataillons Inn-Chiemgau und nochmals rund 300 Mitglieder der Samerberger Ortsvereine beehrten die stark und sauber auftretende Gastgeber-Kompanie. Höhepunkte waren an diesem Festtag ein Gottesdienst auf dem Törwanger Dorfplatz sowie ein Festzug durch den schön hergerichteten Hauptort vom Samerberg.

Dem Eintreffen der Kompanien und Vereine folgte als Erstes ein Ehrendes Gedenken mit Diakon Günter Schmitzberger beim Kriegerdenkmal im Törwanger Friedhof. Dabei wurde allen gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedacht. Den anschließenden Gottesdienst feierten die Gebirgsschützen mit Ruhestands-Pfarrer Josef Brenninger. Zum festlichen Gelingen der Dank- und Bitt-Feierlichkeiten trugen desweiteren bei der Salutzug der GSK Aschau i. Chiemgau mit Hauptmann Hubert Stein mit dem Salutschießen, der Trommlerzug der GSK Flintsbach mit Hauptmann Walter Wons, die Musikkapelle Nußdorf am Inn unter der Leitung von Franz Weyerer sowie die Musikkapelle Samerberg mit ihrem Dirigenten Benedikt Paul. Beim Festzug durch Törwang erfolgte die Defilierung vor dem malerischen Schusterhaus ehe es ins vom örtlichen Entenwirt bewirteten Festzelt hinter dem Rathaus ging. Dort hieß Hauptmann Fritz Dräxl von der GSK Samerberg die große Schar der Aktiven und Besucher willkommen.

Hauptmann Fritz Dräxl: „Wehrhaftes Brauchtum hat mit Glauben zu tun!“

 „Heute haben wir drei gute Gründe, dass wir zusammenkommen, beten und feiern: einmal die Wiedergründung der Samerberger Kompanie vor 40 Jahren, dann die Freude, dass vor genau 100 Jahren die Muttergottes Maria zur Patronin Bayerns ernannt worden ist und zudem, dass ebenfalls vor 100 Jahren die Gottesmutter erstmals den Hirtenkindern in Fatima erschienen ist“ – so Fritz Dräxl, der die enge Verbindung zwischen Traditionspflege und Glaubensbekenntnis zu einer Grundvoraussetzung für das Eintreten bei einer Gebirgsschützenkompanie bezeichnete. In diesem Zusammenhang freute sich der Hauptmann, dass in jüngster Zeit auf dem Samerberg mehrere Neuzugänge von jungen Leuten verzeichnet werden konnten. Diese bekommen ihr Rüstzeug für die kommende Mitgliedschaft unter anderem durch die Einbeziehung in das Vereins- und Gemeinschaftsleben sowie durch eine ausführliche Waffenkunde. Viel Lob bekam Dräxl für diese Art der Vereins- und Traditionspflege bei den Grußworten im Festzelt. „Die Geschichte unserer Heimat ist eng mit der Historie unserer Gebirgsschützen verbunden“ – mit diesen Worten dankte Bürgermeister und Schirmherr Georg Huber der heutigen Hauptmannschaft ebenso wie den über 70 Männern um Alois Prankl, die vor 40 Jahren die Wiedergründung vornahmen. Desweiteren bezeichnete der Bürgermeister die Gebirgsschützen als verbindende Kräfte zwischen allen Samerberger Ortsteilen, die damit viel für den Zusammenhalt in der Gemeinde leisten. Die Kraft der Heimatverteidigung ohne militärischen Charakter und die heutige gesellschaftliche Bedeutung der GSK Samerberg stellten in weiteren Grußworten Landeshauptmann Karl Steininger vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen sowie Gauhauptmann Fritz Kelzenberg vom Bataillon Inn-Chiemgau heraus. Den Abschluss der Festlichkeiten bildet im Festzelt am Montag, 22. Mai ab 18 Uhr ein Kesselfleischessen mit gemütlichem Beisammensein und mit der Wieselberg-Musi. (Über die Ehrung von 42 Männern aus der Wiedergründungszeit berichten wir noch gesondert).

Fotos: Rainer Nitzsche   – Eindrücke vom 40. Wiedergründungsfest der GSK Samerberg

 

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Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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Als Webseiten - Programmierer habe ich diese Internetpräsenz entwickelt und erstellt. Mit viel Sorgfalt wurde die Plattform durchdacht, optimiert, gefeilt und getunt. Bin auch für die kontinuierliche Betreuung und Pflege der Webseite verantwortlich und habe ein Auge auf die tägliche Aussendung unseres Newsletters.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.

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