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Ein schönes Sauwetter-Gedicht

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

 Zwoa scheene Sauwetta – ein Gedicht von Marga Leingartner aus Rosenheim

 Am Mittwoch bi i mit da Buidlmaschin untawegs gwe’n.

I woit scheene Motive sehgn.

A bärige Radltour hob i gmacht,

an a Sauwetta hob i übahaupt net dacht.

 

Erst wia i im Inntoi gwen bi

hob i gsehng, wo i neigratn bi.

De Sunn hot si leida oiwei rara gmacht,

da Wind hot ständig mehra nosse Woikn daher bracht.

 

Irgendwann hobn de Woikn nimma eahna Wassa hoitn kenna

und hobn den Inhoit auf mi lassn obi regna.

Auf oamoi hot da Herrgott kurz obigschaut.

Dem hob i net recht traut.

 

Der hot si dacht, de taufte Maus,

de hoit no vui mehra aus.

Und kaam hot er si hintam Suizberg vasteckt

hot er’s schüttn lossn ganz vareckt.

 

De Woikn san owei schwarz und schwärza wordn,

duscht hots, hint und vorn.

Wega Blitz und Dunnna hob i koa Angst ghabt.

De zwoa san weit ausanand, hob i ma dacht.

 

Auswärts übanachtn hätt i net könna,

deafan do de Hotels koane Gäst aufnehma.

So schneii wia i ko bi i hoam gstiert.

So stark hots ma scho lang nimma pressiert.

 

Um dreiviertl Neine war i in da Wohnung drinna.

Rechtzeitig (Mit da Ausgangssperre tua i mi nimma auskenna).

Heit z’Tog muaß ma scho fast Angst kriagn,

dass ma zum Vabrecha tuat werdn.

 

I bi noss gwordn, des ist net zum Spassn.

Bsundas auf seine Füaß muaß ma aufpassn.

Am liabstn hätt i s’ in d’Mikro neigsteckt,

Do waar wahrscheinli net bloß d’Haut vareckt.

 

D’Füaß im Grill bräuna, waar gar net so dumm.

Ma muaß si bloß helfa könna ohne Sunn.

Do hätt i womögli zwoa grillte Haxn kriagt.

Net oan oanzign Menschnfressa hättn de intressiert.

 

Gedicht und Foto: Marga Leingartner

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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