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Ehrungen und Neuwahlen bei Priener Gebirgsschützen

Bei der 59. Jahreshauptversammlung der Priener Gebirgsschützenkompanie trugen nach der Begrüßung des Hauptmanns die Spartenleiter ihre Berichte vor. Obwohl das Jahr 2020 durch Corona Beschränkungen bestimmt war, konnte Kompanieschreiber Walter Vogl wieder einige Aktivitäten des vergangenen Jahres in Erinnerung bringen. Er erinnerte an die ehrenamtliche Arbeit von Ehrenoberleutnant Paul Panzer, der wieder im Stillen mehrere Kruzifixe und Madonnen restauriert hat. Aufgezählt hat Walter Vogl auch all diejenigen Ausrückungen, die auf Grund der Beschränkung abgesagt wurden. Dies waren Bundes-generalversammlung, Patronatstag, Bataillonsversammlung, Maiandacht, Bataillonsfest, Kompanieversammlung, Grillfest, Weihe der neuen Fahne, Kompaniemeister-Ehrung, Schützenkönig-Ehrung und das Christkindl-Anschießen auf dem Priener Marktplatz. Die Kompanie gab zwei Schützenkameraden das letzte Geleit und schoss den Ehrensalut.

Schützenmeister Florian Schwengsbier berichtete über die stark reduzierten  Schießwett-bewerbe und die damit verbundene Aussetzung der Schützenkönig-Proklamation 2020. Geplant ist daher die Schießergebnisse aus 2020 und 2021 zusammenzunehmen und den neuen „Schützenkönig 2020/2021“ am 17.12.2021 im Schützenstüberl zu küren.

Tambourmajor Ludwig Scheck berichtete, dass der Spielmannszug auf Beschluss der Hauptmannschaft nach 50-jährigen Bestehen aus Mangel an nachrückenden Spielleuten stillgelegt wurde, da dieser nicht mehr spielfähig sei. Die Nachwuchssuche stellte die Kompanieführung vor große Probleme, da sich die Interessen der Jugend stark ändern.

Zahlmeister Thomas Filberth wartete wieder mit vielen Zahlen (Einnahmen – Ausgaben) auf, mahnte den dürftigen Besuch im Schützenstüberl an, gab aber trotz geringerem Umsatz einen positiven Abschluss an, den Kassenprüfer Sepp Stöttner sen. bestätigte. Im Anschluss an seinen Bericht gab Thomas Filberth noch einen flammenden Appell in Bezug auf die anstehende Neuwahl an die anwesenden Mitglieder ab. Die Kompanie ist an einem Punkt angekommen, wo Verjüngung der Hauptmannschaft, und Mitglieder-Neuaufnahmen höchste Priorität haben.

In seinem Grußwort sprach der 1. Bürgermeister Andreas Friedrich die Wichtigkeit der Vereine und die Notwendigkeit der Traditionsvereine für die Gemeinde an. Er  wünschte der Kompanie alles Gute und machte Mut nicht nachzulassen und sich gegen den Zeitgeist zu stemmen, denn viele Vereine haben mittlerweile mit Nachwuchsproblemen  zu kämpfen.

Geehrt wurde mit der Ehrenmedaille der Kompanie in Bronze Valentin Bodler, Susanne und Wolfgang Panzer. Die Ehrenmedaille in Silber erhielten Irmgard Furtner, Charlotte Kirner, Simone Sollinger, Otmar Helmbrecht. Die Ehrenmedaille in Gold erhielten Gertraud Maier und Paul Dinauer. Die Verdienstmedaille in Gold des Bundes der Bayerischen Gebirgs-schützen erhielten die Gründungsmitglieder Hans Lampersberger, Ehrenoberleutnant Paul Panzer und Josef Stöttner für 60 Jahre aktiven Dienst in der Kompanie.

Zum Schluss der Ehrungen ergriff Oberleutnant Sepp Kirner nochmal das Wort und bedankte sich bei Rudolf Holthausen für seine langjährige Arbeit für die Kompanie und seine Bereitschaft erneut zu kandidieren. Ähnlich wie Thomas Filberth richtete auch Sepp Kirner  an die Versammlung mahnende und bittende Worte mit dem Hinweis auf Verjüngung der Kompanie und Hauptmannschaft. Das Alters-Problem in der Kompanie muss jetzt angegangen und nicht bis zur nächsten Wahl in drei Jahren verschoben werden. Also bringt Euch ein, übernehmt Verantwortung. Mit den Worten von Andreas Hofer beendete er seine Rede: „Mander es ist Zeit“.

Die Neuwahlen souverän geleitet vom Schützenkamerad und 2. Bürgermeister Michael Anner jun. brachten folgendes Ergebnis: Hauptmann Rudolf Holthausen, Stellvertreter Oberleutnant Sepp Kirner, Kompanieschreiber Leutnant Walter Vogl, Zahlmeister Leutnant Thomas Filberth, Leutnant Bernd Fischbacher, Fähnrich Oberjäger. Michael Späth, Schützenmeister Oberjäger Florian Schwengsbier, Oberjäger z.b.V. Guido Laufs.

Bericht und Fotos: Walter Vogl, Kompanieschreiber

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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