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Ehrung bei FFW Aschau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Florian Höhensteiger, Claus Reiter und Franz Vordermayer erhielten bei der Jahreshauptversammlung der Aschauer Feuerwehr im Gasthof Ratskeller das silberne Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, unterschrieben vom bayerischen Innenminister Joachim Hermann aus der Hand von Bürgermeister Peter Solnar, Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser und Kommandant Tobias Brinkmann.

Bürgermeister Solnar dankte den drei ausgezeichneten Feuerwehrleuten, sie stellten mit ihrem Wissen, ihrem Können und ihrer Erfahrung das Rückgrat der Feuerwehr dar. Zuletzt hätten sie das beim großen Schneechaos unter Beweis gestellt, als 90 Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis im Gemeindebereich von Aschau im Einsatz waren. Auch dieser Einsatz im Schnee sei, wie vor ein paar Jahren beim Hochwasser, perfekt abgelaufen, dank der vorzüglichen Einsatzleitung und der motivierten Kräfte. Wesentlich zur guten Stimmung aller Beteiligten habe die exzellente Versorgung mit Speis und Trank durch Gaststätten und Privatpersonen beigetragen. Systematisch wurde so Dach um Dach geräumt und abgesehen von einigen Fällen von Hysterie bei den Leuten, hervorgerufen durch die Sensationsmedien, verliefen alle Arbeiten ruhig und professionell.

„Die Aschauer Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr 66 mal (Vorjahr 52) alarmiert“, erklärte Kommandant Tobias Brinkmann in seinem peniblen Jahresbericht, „30 mal mussten wir zu Bränden ausrücken, 22 mal zu technischen Hilfeleistungen, darunter sieben Verkehrsunfälle, forderten die ganze Palette der Einsatzausbildung von den Feuerwehrleuten ab. Zehnmal leisteten sie Sicherheitsdienst für die gesamte Dorfgemeinschaft, zwölfmal alarmierten die angeschlossenen Brandmeldeanlagen, doch handelte es sich jedes Mal um eine Fehlalarmierung.

2447 Einsatzstunden waren für diese 66 Alarmierungen und die Übungsstunden zu verzeichnen; die Maschinisten und Atemschutzgeräteträger waren zusätzlich bei Lehrgängen auf Landkreisebene eingesetzt. Bei diesen 2447 Stunden Dienstzeit wurden die MTA Lehrgänge sowie die Wartungs- und Pflegearbeiten im Feuerwehrhaus und rundherum nicht einberechnet, das leisteten die Aschauer Feuerwehrleute „für ein Dankeschön oder auch keins“.

Florian Butscher erhielt die Ärmelstreifen für 30-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr, Josef Meier und Christian Wörndl für zehn Jahre aus der Hand von Kommandant Brinkmann und Bürgermeister Solnar. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung wurden Christian Rucker und Katharina Fischer als Feuerwehrleute in die aktive Mannschaft verpflichtet. Max Fischer, Josef Meier und Maximilian Schleipfner wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert, Christian Deml und Werner Grill zum Hauptfeuerwehrmann. Andreas Riepertinger erhielt die Streifen des Löschmeisters, Marco Weiser des Oberlöschmeisters und Florian Höhensteiger des Hauptlöschmeisters. Kommandant Tobias Brinkmann ist ab sofort Brandmeister der Aschauer Wehr.

Viel Arbeit steckten die Führungskräfte in die Beschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 3000 und des neuen Drehleiterfahrzeugs nach dem Fahrzeugkonzept der Gemeinde.

„Die Aschauer Feuerwehr ist im Dorf ständig präsent“, stellte Vorstand Werner Grill in seinem Jahresbericht fest. Er dankte allen Mitgliedern für ihre Arbeit, sowie allen Gönnern und Spendern des Vereins; „der Verein nahm an allen Veranstaltungen in Aschau und rund ums Dorf teil, beteiligte sich an den Gründungsfesten und Fahrzeugweihen der Feuerwehren von Schleching, Pfaffing und Sachrang“. Der Verein erhielt großzügig Spendengelder aus dem gesamten Gemeindebereich, die – wie von den Spendern gewünscht – sofort wieder in die Ausstattung der Aktiven investiert wurden. „Die Aschauer haben in den vergangenen Jahren beim Hochwasser und im Schnee gesehen, was ihre Feuerwehr leisten kann und wollen mit ihrem Geld dabei helfen, dass es noch besser geht“. Werner Grill und Bürgermeister Solnar bedankten sich bei den Aschauern, für diese schnelle und unbürokratische Förderung der dorfeigenen Einsatzkräfte. Der Rathauschef lobte als Dienstherr der Feuerwehr den Feuerwehrverein auch für die Übernahme der Kosten von Ausrüstungsgegenständen und Material. Die Aschauer Vereinsführung sei immer bestrebt, die Ausrüstung und Ausbildung der aktiven Wehr auf dem neuesten Stand der Feuerwehrtechnik zu halten. „Unsere beiden Feuerwehren sind gut ausgestattet, beim Ehrenamt darf man nicht sparen“. Der Bürgermeister dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Sachrang und grenzüberschreitend mit der Tiroler Feuerwehr vom Niederndorferberg, sowie vor allem für die Jugendausbildung. „Wir bedanken uns für die Präsenz der Feuerwehr im täglichen Leben, ein Leben im Dorf ist ohne die Feuerwehr nicht möglich!“

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg – Florian Höhensteiger, Claus Reiter und Franz Vordermayer erhielten bei der Jahreshauptversammlung der Aschauer Feuerwehr im Gasthof Ratskeller das silberne Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, unterschrieben vom bayerischen Innenminister Joachim Hermann Franz Vordermayer – Kommandant Tobias Brinkmann -Claus Reiter – Florian Höhensteiger – Bürgermeister Peter Solnar – Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser – Vorsitzender Werner Grill (von links)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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