Gastronomie & Wirtschaft

Edelobstbrennerei Stettner hilft mit Desinfektionsmitteln

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Großer Mangel herrscht in den aktuellen Krisenzeiten an Desinfektionsmitteln. Insbesondere Apotheken und Kliniken kommen derzeit kaum nach, um innerhalb ihrer oft beengten Raumverhältnissen dem steigenden Bedarf nachzukommen. Da kommt ein Hilfsangebot der Edelobstbrennerei und Weingroßkellerei Stettner von Kolbermoor zum richtigen Zeitpunkt. Wie Franz Stettner junior mitteilt, haben sich seine Familie und sein Unternehmen bereits erklärt, schnell und großzügig zu helfen. In der Mitteilung heißt es: „Ethanol Alkohol darf von Brennereien an Apotheken und Kliniken abgegeben werden. Ethanol ist trinkbarer Alkohol, quasi die Vorräte eines jeden Schnapsbrenners aus dem er seine Brände und Geiste dann herstellt. Wenn die Brennerei den Alkohol abgibt, hat sie selbst nichts mehr oder weniger, was sie produzieren kann, wovon sie lebt. Ich bin mir also bewusst, wenn ich mein hochwertiges Williams Birnen Destillat abgebe, dass mir dieses unter dem Jahr fehlt und ich meine jährlichen Umsätze dadurch nicht halten kann. Unabhängig von der Schließung der Gastronomie derzeit“.

Wie Franz Stettner junior weiter informiert, will er mehr, als nur den Alkohol abgeben, er will mehr bewirken und erklärt: „Ich möchte der verlängerte Arm einer Apotheke sein. Eine Apotheke hat nicht die Räumlichkeiten, die Möglichkeiten eine so große Menge auszumischen wie ich. Durch Rührwerke mit 10.000 Litern kann ich auf einmal mehr produzieren als jeder Andere. Also stelle ich meine Destillateure und Räumlichkeiten zur Verfügung um für den Landkreis schneller und größere   Mengen herzustellen.  Wir füllen in Kanister-Gebinden ab und geben das Desinfektionsmittel an die Heilig Geist Apotheke in Rosenheim ab. Herr Dominik Simon, der Leiter der Apotheke beauftragt mich, das Desinfektionsmittel nach WHO herzustellen. (WHO = World Health Organization). Diese geben ein Rezept vor, an das man sich strickt halten MUSS“.

Erhältlich ist das Mittel in der Heiliggeist Apotheke und nur dort. Die Firma Stettner  darf Ausmischen und Herstellen, aber nicht an den Endverbraucher verkaufen.  Die Heilig Geist Apotheke verteilt dann an Kliniken, Arztpraxen und Endverbraucher.

Foto: von links:  Robin Schanz (Destillateur-Meister), Max Roedl und Dominik Simon von der Heilig Geist Apotheke sowie  Franz Stettner Junior

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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