Gastronomie & Wirtschaft

Drei Tage Mittelalter-Stimmung im Chiemseepark in Bernau-Felden

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Drei Tage lang herrschte in Bernau im dortigen Chiemseepark-Gelände mittelalterliches Treiben. An rund 50 Ständen gewährten fast 150 aktive Akteure einen Einblick in frühere Zeiten und Lebensgewohnheiten. Zwei mal war das Mittelalter-Spektakel  in früheren Jahren schon in Rimsting und somit am Chiemsee zu Gast. Nunmehr zum ersten Mal in Bernau, dessen Ufergelände sich die Veranstalter ausgesucht und mit Gemeinde und Tourist-Information die Voraussetzungen für das Ereignis geschaffen hatten.

Seit 1996 gibt es die durch ganz Deutschland ziehenden und familien-freundlichen Mittelalter-Märkte, fast 40 Termine nehmen die Schausteller vom Bodensee bis nach Stralsund wahr, beliebteste Niederlassungen sind alte Burgen oder vorzügliche Plätze wie in Bernau direkt am Chiemseeufer. Während auf dem Wasser alte Schiffsformen zu bestaunen waren, war das Staunen in den zwei Markt- und Rittergeländen fast grenzenlos. Zu sehen gab es -unter anderem- einen feuerspuckenden Drachen, der mit Gänseblümchen gefüttert werden konnte, eine Seilerei, einen Schmid, einen Drechsler, einen Eß-Geschirr-Macher oder einen Honig-Händler. Drei Tage lang waren nicht nur Handwerker, sondern auch Künstler und Musikanten auf der Bühne und zwischen den Schausteller-Ständen zu finden. Seiltänzer, Bretter-Sammler und weitere lustige Gesellen und Akrobaten gefielen auch Bürgermeister Philipp Bernhofer von der Gemeinde Bernau bei seinem Rundgang. Besonders beeindruckte ihn das Schausteller-Konzept „Anschauen-Lernen-Spielen“, das Wissen auf heitere und ernste Art vermittelte. Auf einem eigenen Platz gab es Einblicke wie früher gekocht und Wasser heiß gemacht wurde, in einem Wikinger-Lager wurde die vormalige Kleiderherstellung gezeigt, gleich daneben wurden Spinnrad- und Webstuhl-Funktionen erklärt und zur Stärkung der Besucher gab es von rustikalen Wirten selbst und vor Ort gemachtes Knoblauch-Brot. Die vielen Besucher waren zum Teil selbst mittelalterlich gewandet und fühlten sich gerne in eine Zeit versetzt, die vollkommen andere Lebens- und Verständigungsformen hatte – in jedem Falle war es damals ruhiger und gemütlicher, frei von Autolärm und sonstigen Einflüssen von technischen Errungenschaften der heutigen schnell-lebigen Zeit. Wie Tom Zierfuß von den Veranstaltern informierte, soll der Markt-Besuch im Chiemgau in kommenden Jahren wiederholt werden. „Es war nicht einfach, beim Aufbau mit einem Wintereinbruch zurecht zu kommen, aber wir fanden vor Ort beste Unterstützung und letztlich war der starke Besuch auch Lohn für die vielfältigen Anstrengungen“ – so Tom Zierfuß in seiner Bernauer Mittelalter-Marktbilanz.

Fotos: Hötzelsperger  – Eindrücke vom Mittelalter-Markt im Chiemseepark in Bernau-Felden.

Nähere Informationen:  www.suendenfrei.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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