Land- & Forstwirtschaft

Doppelter Hengstfohlen-Nachwuchs beim Moar z´Bruck in Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Pferde sind auf dem Moarhof der Familie von Hans und Katrin Wallner in Prien-Bruck seit Generationen daheim – und so wird es auch in Zukunft bleiben. Denn im Pferdestall ist der Bestand von sechs Stuten um zwei Fohlen, beides Hengst-Fohlen gewachsen. Mitte Mai war es fast zeitgleich soweit, dass die siebenjährige Rikea und die neunjährige Rafinia aus der Rasse der Süddeutschen Kaltblütler Nachwuchs bekamen.

Wie Hans Wallner am Rande der Wiese oberhalb von Prien mit direktem Blick auf die Pfarrkirche „Mariäe Himmelfahrt“ zu erzählen weiß, ist es keine außergewöhnliche Seltenheit, dass zwei Pferde zur selben Zeit ihre Fohlen bekommen, dazu sagt er: „Vor 15 Jahren hatten wir zwei Stuten, die immer zusammen waren und sie bekamen acht Jahre lang immer fast am gleichen Tag ihre Fohlen“. Nicht immer wie heuer geht die Pferdegeburt ganz ruhig vonstatten, hier erinnert sich Hans Wallner, dass oft mehrmals in der Nacht nachgeschaut wird und dass die Ankunft mehrere Tage Geduld erfordert. „Diesmal aber waren die beiden Fohlen wohlbehalten in der Früh bei ihrer Mutter und schon kurze Zeit waren alle zusammen auf der Weide als glückliches Quartett“ – so der Pferdehalter, der auch ehrenamtlich tätig ist, wenn es um Pferdehaltung geht. Seit fast zehn Jahren ist er als Nachfolger von Hans Riepertinger aus Hörzing Vorsitzender der Pferdezuchtgenossenschaft von Prien und Umgebung. Bereits sein gleichnamiger Vater hatte dieses Amt inne – und das über 50 Jahre lang. Neben dem örtlichen Einsatz ist Hans Wallner auch im Rassebeirats-Gremium des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter.

Pferdezucht ist hoher Anspruch – auch in Corona-Zeiten

Die Pferdezucht ist für den Priener Marktgemeinderat eine Aufgabe mit hohem Anspruch, die erzielten Leistungen werden immer wieder bei Leistungsschauen bewertet. Mehrmals waren Wallner´s Pferde mit großem Erfolg bayernweit vertreten, wegen Corona haben sich diese Wettbewerbe im Vorjahr nicht durchführen lassen und auch heuer gibt es diese nicht, die zum Teil beim Zentralen Landwirtschaftsfest während der Münchner Oktoberfestzeit veranstaltet wurden. Auch die Vermarktung des Nachwuchses musste der Corona-Zeit angepasst werden, dazu Hans Wallner: „Im Vorjahr erstellten wir Filme für die Vermarktung im Interne. Normalerweise sind die Fohlernmärkte in Traunstein, Miesbach und Rottenbuch.

In den nächsten Wochen finden Fohlenschauen in ganz Bayern statt.  Bei diesen  Terminen werden die Nachwuchs-Ergebnisse vom jeweils ersten Jahrgang der väterlichen Hengste begutachtet und dabei wird auch geschaut, welche Merkmale mütterlicher- und väterlicherseits positiv vererbt  werden“. Die Hengstfohlen wird Hans Wallner wieder abgeben, junge Stutenfohlen behält er zuweilen. Im Stall muss er beide Geschlechter auseinanderhalten, denn ein Nebeneinander bei den Heranwachsenden tut oft nicht gut. Für die Stuten wartet, wenn sie auf dem Moarhof eine dauerhafte Bleibe erhalten, eine wichtige Zusatz-Aufgabe, denn sie werden ab zweieinhalb  Jahren vorbereitet für das Anspannen und Ziehen von Festwägen. Ob es heuer zum Einspannen kommt? Dazu Hans Wallner: „Die Gautrachtenfeste sind leider schon wieder abgesagt, hoffen wir aber auf den Leonhardiritt am 6. November in Greimharting“. Derweil genießen Stuten und Fohlen ihr Dasein in Prien-Brucker Wiesen und Hans und Katrin Wallner erfreuen sich ihrer Anblicke.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von den beiden Stuten Rikea und Rafinia mit ihren beiden Hengstfohlen auf der Wiese vor dem Bauernhof Moar z´Bruck mit Blick auf Prien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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