Brauchtum

Dirndlgwand- und Lederhosen-Aktionstage beim Chiemgau-Alpenverband

Das „Boarische Gwand, die schneidige Lederhose, der festliche Anzug, das schöne Dirndlgwand? Irgendwie haben sich diese Kleidungsstücke etwas aus dem Blickfeld geschlichen! Der Grund liegt in der momentanen Situation, denn schon seit geraumer Zeit konnten keine Feste mehr gefeiert werden, die besonderen Gelegenheiten zum tragen von Lederhose, Anzug und Dirndlgwand haben sich in Grenzen gehalten. Leider ist auch der Sonntag mehr oder weniger der „legereren Kleidung“ verfallen, hat somit optisch an Stellenwert verloren.

Da soll und muss sich etwas tun, dem will nun der Chiemgau Alpenverband entgegen wirken!

Denn, das „guade Gwand“ ist zu schade, um im Schrank zu verstauben. Also weg mit den Mottenkugeln, rausholen und anprobieren. Vielleicht ist das ein oder andere Kleidungsstück eingegangen, bedarf einer Restaurierung oder sogar einer kleineren Reparatur. Vielleicht könnte man einiges auffrischen oder mit wenigen Handgriffen „aufwerten“. Unser Gwand, so vielfältig und individuell, das Persönlichkeit ausstrahlt, ist nicht dazu da, nur den  Kleiderhaken zu schmücken, sondern um mit Freude und Stolz getragen zu werden.

Darum also der Aufruf, „Fesch beinand“, mit Lederhose und Dirndlgwand, am Pfingstmontag, 24.5.21 und am darauffolgenden Sonntag 30.5.21.

Dieses Motto gilt natürlich nicht nur für die Trachtler, sondern für alle, die Freude am Boarischen Gwand haben. Jung und Alt, Kinder- und Jugendgruppen, aktive Dirndl und Buam, Weiberleid und Mannerleid. Alle sind aufgerufen, sollen und

dürfen mitmachen. Warten wir also nicht auf besondere Anlässe, auf Feste und Veranstaltungen, sondern zeigen, wo dieses Gwand daheim ist, wo und wer die Träger sind. Wir dürfen stolz sein, diese „sehenswerte und tragbare Tradition“ als Kulturgut zu besitzen, diese zu tragen und zu leben. Ein Symbol für Heimat und Brauchtum.

„Gespannt sind wir, wie diese Aktions-Tage genutzt werden, was euch einfällt. Schickt uns Bilder vom z.B. Frühstück, beim Essen, auf dem Liegestuhl, Kanapee, beim Spaziergang, auf der Alm oder Eisdiele, beim Kartenspiel oder einer sonstigen Freizeitbeschäftigung. Als Einzelperson, in der Familie oder in der Gemeinschaft, wenn es die Situation erlaubt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt“ – so Gaubrauchtumswartin Anja Voit aus Oberwössen und Gautrachtenwartin Elisabeth Tengler aus Übersee.

Jede Einsendung (presse@chiemgau-alpenverband.de) nimmt automatisch an einer Verlosung teil und erteilt dem Chiemgau Alpenverband  automatisch die Erlaubnis, die Bilder in einer Bildergalerie sowie Zeitung und Internet zu veröffentlichen.

Weitere Informationen gibt es unter www.chiemgau-alpenverband.de.

Zeichnung: Chiemgau-Alpenverband  /  Andrea Hohlweger, Kirchweidach

Archiv-Fotos: Hötzelsperger (Gaugruppen- und Tanzprobe im Vereinshaus Atzing)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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