Tourismus

Die schönsten Ortsteile der Gemeinde Fischbachau

Das größtenteils land- und forstwirtschaftliche Landschaftsbild der Gemeinde Fischbachau erstreckt sich auf eine Fläche von ca. 75 km2 und umfasst über 123 Gemeindeteile. Einige davon, die besondere Bedeutung haben, wollen wir heute vorstellen.

Birkenstein:

Birkenstein mit seiner viel besuchten Marienwallfahrtsstätte ist der höchstgelegene Gemeindeteil. Ein erstes Kapellchen von 1673 wurde 1710 durch einen heute noch stehenden Neubau ersetzt, den der Hausstadter Hans Mayr als sein Spätwerk ausführte. Viel gerühmt wird die idyllische Lage, das malerische Äußere und die überaus reiche Innenausstattung in üppigem bayerischem Rokoko. Ab 1838 fand die Wallfahrt Maria Birkenstein in dem Münchner Wagenfabrikanten Lankensperger einen großzügigen Gönner, der Priesterhaus, das Klösterlein der Armen Schulschwestern und eine Priesterstelle stiftete.

Hammer – Aurach:

Hammer ist mit Aurach und Hagnberg der südlichste Gemeindeteil, in dem sich auch der Bahnhof befindet. Der Name „Hammer“ stammt von einem hier bis um das Jahr 1700 betriebenen Eisenschmelzwerk. In Hagnberg bei Hammer steht der Jodlhof mit seiner Fassadenmalerei aus dem Jahr 1786, einer der schönsten Höfe des Landkreises.

Elbach:

Der Ortsname kommt von „Elhpach bzw. Elhpachesova“ (Bach bei den Elchen) und wird, wie Fischbachau, um 1078–1080 erstmals in der „Freisinger Tradition“ urkundlich erwähnt. Schon im achten Jahrhundert besaß das Hochstift Freising den Hof Elbach; Er bildete den Grundstock der gleichnamigen späteren Pfarrei, eine der ältesten Pfarreien unseres Gebietes und einst das ganze obere Leitzachtal, von Bayrischzell bis Wörnsmühl und Au bei Aibling umfassend. Der Pfarrsitz Elbach warlange Zeit Mittelpunkt und geistiges Zentrum und besaß in Hundham den wirtschaftlichen Schwerpunkt.

Hundham:

Der Ort wurde 1224 als „Hunthaim“ erstmals urkundlich erwähnt: „Heim des Hunto“ war ein Zehentgraf, Vorsteher einer germanischen Hundertschaft. Hundham, in alten Zeiten mit Marktrecht ausgestattet (noch 1680 wurde dort Wochenmarkt abgehalten), wird als die älteste Ansiedlung des Gemeindegebietes angesehen. Die Wurzeln gehen auf die Besiedelung des Leitzachtales zurück, als gegen Ende der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert nach den Kelten und Römern die Germanen in Gestalt der Bajuwaren vorherrschend wurden.

Wörnsmühl:

Der Ort Wörnsmühl ist der nördlichste Teil der Gemeinde und bezeichnet sich als „uraltes“ Siedlungsgebiet. Der Name ist zurückzuführen auf die erstmals um 1260 erwähnte Mühle (Mühle des Wernhers/Werinhers). Der Ort mit seiner bis 1140 zurück belegten Geschichte war wiederholt Treffpunkt der Notablen des Landes, die dort in dem wald- und wildreichen Gebiet große Jagden veranstalteten und dies mit dem Abschluss und der Beurkundung von Rechtsgeschäften verbanden.

Zur Geschichte von Fischbachau

Erstmals wird Fischbachau in der Freisinger Tradition urkundlich erwähnt, als die Gräfin Haziga (Hedwig) um 1078/1080 von dem Freisinger Bischof Meginward im Tauschwege diesen Freisinger Besitz zu Fischbachau erwarb. Anlass für diesen Tausch war, das von Gräfin Haziga einige Jahre vorher in Bayrischzell gegründete Benediktinerkloster weiter talwärts zu verlegen, wo sich das beginnende Leitzachtal freier auszubreiten begann. Durch diesen Grundstückstausch entstand die Hofmark Fischbachau, damals „Viscpachisowa“ (Au am fischreichen Bach) genannt.

Gräfin Haziga ließ unmittelbar nach dem Erwerb der Fischbachauer Güter eine Kirche bauen, die im Jahre 1087 geweiht wurde, die jetzige „Maria-Schutz-Kirche“ in der Mitte des Friedhofes. Die Weihe dieser Kirche ist auch das erste konkrete Datum, mit dem der Name Fischbachau verbunden ist.

Die ersten Ansiedlungen in der Gegend erfolgten aber schon in der Zeit um 900 durch die Bajuwaren, nach der Kelten- und Römerzeit. Charakteristisch für die ältesten bajuwarischen Ansiedlungen sind die sog. „ing-Orte“. So ist der Gemeindeteil Pötzing der südlichste „ing-Ort“ im Leitzachtal. 1733/34 wurde das ehemalige Klostergebäude Fischbachau in der heutigen Form neu aufgebaut und dient der Gemeinde seit 1974 als Verwaltungsgebäude.

Text:

Quelle und Fotos: Gemeinde und Tourist-Information Fischbachau  – Eindrücke von den Fischbachauer Gemeindeteilen.

Weitere Informationen: www.fischbachau.de

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger – www.wendelstein-anzeiger.de

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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