Sport & Freizeit

Die ostbayerischen Freilichtmuseen laden wieder ein

Beim Urlaub in der Heimat handelt es sich oft um Tagesausflüge mit der Familie. Dabei soll für jeden was dabei und ein abwechslungsreiches Programm möglich sein. Eine gute Entscheidung sind dabei die Freilicht- und Bauernhofmuseen als ideale Kombination aus Landschaft, Heimatmuseum, Natur, Tierwelt und schließlich Gastronomie. Zahlreiche Attraktionen – dauerhafte wie Hofläden – oder solche laut Jahresprogramm erhöhen den Aufenthaltswert.

Auch bieten sie in dieser verrückten Zeit Begegnungen mit Abstand. Durch die großen Flächen und die vielen Gebäude kommt es nur selten zu engen Begegnungen. Oft passen sowieso keine zwei Leute durch eine Tür! Wir wollen hier vier solcher Heimat- und Freizeitparks vorstellen, vom Oberpfälzer Wald bis zum Rottal.

Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath und Perschen in Nabburg

Ursprung ist eine ehemalige Pfarrhofanlage in Perschen, der Edelmannshof. 1964 eröffnet, bildet er heute den zweiten Museumsteil bei gemeinsamem Ticket. In Sichtweite (ca. 2,5 km entfernt) folgte ab 1977 durch den Bezirk Oberpfalz das Freilandmuseum Neusath. Nacheinander entstanden – und das ist die Besonderheit –  jeweils als Ensemble von Häusern und Höfen das Stiftlanddorf, das Waldlerdorf, das Naabtaldorf, das Juradorf mit Wirtshaus und das Mühlental. Gleich am Eingang zeigt das begehbare Museumsdepot allerhand ländliche Gegenstände, die der Bezirk gesammelt hat.

Nähere Informationen im Internet unter www.freilandmuseum.org.

Freilichtmuseum Massing

Das Zweckverbandsmuseum wurde 1969 gegründet und beinhaltet fünf Anlagen aus dem Rottal als Standort, dem Isartal und der Hallertau nebst Obstgärten und entsprechenden Möbeln sowie Kröninger Keramik. Landmaschinen und Alltagsgegenstände ergänzen das Museum. Als Besonderheit kommt demnächst – an ihrem Geburtsort – das einmalige Berta-Hummel-Museum (Goebel-Figuren) hinzu. Das Depot erhielt nicht umsonst den Bayerischen Museumspreis.

Nähere Informationen im Internet unter www.freilichtmuseum.de.

Freilichtmuseum Finsterau

Ebenfalls von einem Zweckverband aus Bezirk Niederbayern, dem Landkreis und der Gemeinde (Mauth) wird dieses 1980 eröffnete Museum betrieben. Es zeigt fünf Hofstellen das Bayerischen Waldes. Dass diese Gegend früher – beidseits der Grenze – als Böhmerwald bezeichnet wurde, davon zeugt ein originelles Böhmerwaldhaus mit Wohnung, Viehstall und Stadel unter einem Dach. Ein Besuch ist ideal mit dem des Nationalparks zu verbinden.

Nähere Informationen im Internet unter www.freilichtmuseum.de.

Museumsdorf Bayerischer Wald bei Tittling

Der Busunternehmer Georg Höltl wollte eine über 500 Jahre alte Mühle vor dem Abriss retten. Aus dem 1977 darin eröffneten Museum entstand im Laufe der Zeit mit über 150 Objekten eines der größten Museumsdörfer Europas, wohl das größte privat betriebene überhaupt. Er konnte einfach nicht „nein“ sagen, wenn ihm wieder ein Hof oder Haus angeboten wurde…. So entstand ein Überblick über die Siedlungsstrukturen des Bayerischen Waldes und in vielen eingerichteten Häusern über das Leben früherer Generationen. Dass zu so einem Dorf auch ein Wirtshaus (Zum Mühlhiasl) gehört versteht sich von selber.

Nähere Informationen im Internet unter www.museumsdorf.com.

Bericht: Konrad Schwarzfischer (Kreisverband Regensburg vom Bayernbund – www.bayernbund.de)

Foto: Bezirk Oberpfalz – Luftaufnahme vom Freilandmuseum Neusath

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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