Kirche

Der Sinn des 40stüngiden Gebetes in Prien

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Am Freitag, 15. März beginnt in der Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ in Prien das 40stündige Gebet. Welch bedeutungsvolle Kraft das Gebet in der Gemeinschaft und auch für jeden Einzelnen haben kann, das erklärt Kardinal Reinhard Marx in seinem jüngsten Hirtenbrief. In diesem gliedert der Oberhirte der Erzdiözese München-Freising seine Botschaft in die folgenden drei Schritte:

  • Es beginnt damit, hinzuschauen und hinzuhören auf das, was geschieht. Die Wirklichkeit in all ihren Dimensionen muss wirklich ernst genommen werden, und die Stimmen der Menschen, besonders der Schwachen, müssen Eingang finden in unser Herz. Es braucht eine Zeit des Hörens.
  • Dann kommt der zweite Schritt: das Verstehen, das Unterscheiden. Das ist wichtig, um die Fülle des Wahrgenommenen und der Eindrücke nach Kriterien zu ordnen. Es geht darum, zu begreifen, was Gott mir sagen will durch das, was aus der Realität auf mich zukommt. Hierbei sind die Orientierung am Evangelium und das Gebet das Wichtigste
  • Und dann erst kommen die Entscheidungen, die Wahl der konkreten Schritte, die neuen Vorsätze und Selbstverpflichtungen, das neue Handeln in unserem persönlichen Leben und im Leben der

Im weiteren Verlauf seines Briefes erläutert Kardinal Marx den zweiten Schritt wie folgt:

„Die Phase der Unterscheidung ist nicht möglich ohne das Gebet. Das Gebet öffnet unser Herz und unseren Verstand für die Wahrheit, für die Begegnung mit Jesus Christus, für das Wort des Evangeliums. Ohne das gemeinsame und das persönliche Gebet wird der Schritt der Unterscheidung und des Verstehens nicht wirklich getan werden können. Schon jetzt kann man es spüren. Innerhalb der Kirche scheint das Gegeneinander unterschiedlicher Gruppen und theologischer Überzeugungen größer zu werden. Der Schritt des Zuhörens wird nicht gemacht, und damit auch nicht der Schritt des gemeinsamen Verstehenwollen. Nur aus der Kraft des Gebetes, davon bin ich überzeugt, kommt der Mut, auch wirklich einen Weg der Erneuerung zu gehen, der Veränderung bedeutet und nicht nur zurückblickt, der auf die Zukunft schaut und neue Wege für die Kirche aufzeigt.“ (aus dem 2. Schritt Verstehen, Unterscheiden).

In Prien  beginnt am Freitag, 15. März das 40stündige Gebet – das gesamte Programm: siehe Link: https://www.samerbergernachrichten.de/40stuendiges-gebet-in-prien-beginnt/

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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