Allgemein Brauchtum

Der Osterbrunnen von Burlefingen bei Neu-Ulm

Die Historische Trachtengruppe von Burlafingen im Altbayerisch-Schwäbischen Gauverband hat eifrig Hand angelegt und in ihrem Heimatort einen Osterbrunnen angelegt – u.a. mit über 8.000 Eiern.
Burlafingen liegt 6 km östlich von Neu-Ulm und 3 km südlich der Donau, 465 m über dem Meeresspiegel und ist seit 1977 ein Stadtteil der großen Kreisstadt Neu-Ulm. Bei den Vorbereitungen zur 700-Jahr-Feier wurde in einer Münchner Privatsammlung ein Aquarell gefunden, das Landleute aus Burlafingen in der Festtracht um 1840 zeigt. Es entstand der Gedanke, eine eigene Tracht nach diesem Vorbild zu erstellen. Im Juli 1986 war es dann so weit. Bei einer Zusammenkunft von interessierten Bürgern wurde beschlossen, dies zu realisieren.
Nach Fertigstellung der Trachten – viel in Eigenleistung – wurde auch beschlossen, eine Tanzgruppe zu gründen. Der aktive Verein wurde als „Historische Trachtengruppe“ Burlafingen 1989 als Mitglied im Altbayrisch-Schwäbischen Gauverband aufgenommen.
Neben den vielen Aktivitäten wird seit ca. 8 Jahren in der Ortsmitte auch ein Osterbrunnen geschmückt. Zwar handelt es sich hier um einen fränkischen Brauch, aber zwischenzeitlich wird dies in vielen bayerischen Gemeinden praktiziert und von der Bevölkerung auch angenommen. In Burlafingen gibt es einen Brunnen, der den „Pfuhler Nebel“ (ein Moor in der Nachbarschaft) symbolisiert.
Viele Stunden Arbeit und viele fleißige Hände stehen hinter diesem Projekt. Bei einem Besuch bei den Burlafingern zeigte Vorstand Horst Müller Gauvorstand Marianne Hinterbrandner nicht nur das schmucke Vereinsheim, sondern auch die Vorbereitungen für das Schmücken des Brunnens.
Mehr als 700 Dachsen, Buchs, Thuja und sonstige grüne Zweige wurden zu Girlanden und Kronen verarbeitet. Über 8000 Eier, ausgeblasen und kunstvoll bemalt, warten auf die Verarbeitung.

Jetzt ist das Prachtwerk fertig!

Bericht und Fotos: Marianne Hinterbrandner

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