Corona-Krise

Der neue Musikunterricht in Prien  

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die corona-bedingte Unterbrechung des Schulbetriebes wurde auch in der Musikschule in Prien genutzt, um Lehrer, Schüler und Gebäude für eine Wiederaufnahme des Unterrichts vorzubereiten. So haben sich die Schülerinnen und Schüler auf einige Änderungen einzustellen, doch der grundsätzliche Einzel-Unterricht ist jetzt wieder für die 25 Lehrkräfte  und für die rund 600 Schülerinnen und Schüler in normalerweise 11 Unterrichtsräumen möglich. Allerdings gilt der Unterrichtsbeginn nur für den Einzel-Unterricht, das Lernen und Spielen in Gruppen ist noch nicht möglich.

Derzeit können unter anderem aus Gründen der Abstandswahrungen mit entgegenkommender Unterstützung durch die Gemeinde drei weitere große Räume mietfrei belegt werden. Diese sind im Gasthaus Alpenblick am Sportpark der Yogaraum der Volkshochschule, der Probenraum der Priener Blasmusik sowie der Chiemseesaal im Haus des Gastes für den Gesangs-Unterricht. Die derzeit vorgeschriebenen Zimmergrößen bei Bläsern und Sängern können im Haus der Musikschule nicht komplett erfüllt werden, weshalb die Raumerweiterung besonders wichtig ist.   Wie Brigitte Buckl als Leiterin der Musikschule Prien in einem Brief an die Eltern und Schüler mitteilte, war die zwischenzeitliche Fernbetreuung eine ganz besondere Herausforderung, da in der Musikerziehung der schöne Klang und das Zusammenspiel von zentraler Bedeutung sind. Bei der zwar technisch möglichen Online- und Telefon-Betreuung sind die akustischen Einbußen gravierend, so dass der Wert des persönlichen Unterrichts natürlich nicht erreicht werden kann. Das persönliche Gegenüber, das jetzt wieder im Einzelunterricht möglich ist, passt sich jedoch den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen an. Dazu gehören, dass zwischen Lehrkraft und Musikschüler eine große Spuckschutzwand aufgebaut ist. Das beim Unterricht benutzte Noten- und Schreibmaterial wird nach jeder Unterrichtsstunde desinfiziert. Auch die Wege im ehemaligen alten Priener Postamts-Gebäude sind in einer Einbahn-Regelung genau festgelegt, so dass sich kommende und gehende Leute nicht auf engem Raum begegnen können.  Sofern sich an den Treppen Begegnungen ankündigen, gilt es für eine Person an einem eigens ausgewiesenen Platz abzuwarten. Die Schutzmaskenpflicht wird erst im Unterrichtsraum aufgehoben, darüberhinaus werden alle Beteiligten zum Aufenthalt im Haus über ein detailliertes Schreiben umfassend über die Einhaltung von Hygiene-Regeln informiert. Schulbeiträge, die in unterrichtsfreien Zeiten aufgelaufen sind, werden von der Musikschule auf Antrag wieder zurückerstattet.

Im Frühjahr und Sommer sind von der Musikschule traditionell verschiedene Vorspielabende und Veranstaltungen geplant, an denen sich der Nachwuchs in Solo- und Gruppen-Auftritten der Öffentlichkeit vorstellt. Diese Veranstaltungen sind derzeit bis auf Weiteres abgesagt, sobald es die Situation zulässt, wird Brigitte Buckl mit ihrem Team wieder an die Planungen und Bekanntmachungen gehen.

Fotos: Hötzelsperger – 1. Musikunterricht in Corona-Zeiten mit großem Sichtschutz zwischen Lehrerin Caroline Schmid (links mit Ziehharmonika) und einer Kontrabaß-Schülerin.  2. Wege-Hinweiser für das Musikschul-Gebäude 3. Die Priener Musikschule.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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