Kultur

Der Künstlertreff in Raubling

Was als loser Zusammenschluss Gleichgesinnter begann, ähnlich einer Plattform, für Musiker, Maler, Keramiker und Bildhauer, hat sich seit der Gründung im Jahre 2003 stetig gewandelt. Susanne Wals erläutert uns in ihrer neuen Funktion als Vorstand des Künstlertreffs Raubling, worauf auf Anregung der Gründungsmitglieder, der Musikerfamilie Kneer, Frau Irene Hintler und dem in diesem Jahr verstorbenen Maler Guido Rünagel die Idee des Künstlertreffs beruht.

Die ersten „Kunst- und Kulturtage“ im Jahre 2003 samt großer Auftaktveranstaltung mit einem hochkarätig besetzten Kammerorchester waren der erfolgreiche „Startschuss“ für den Künstlertreff. Danach fanden alle zwei Jahre Veranstaltungen mit wechselnden Programmen statt, Kindertheater, Kabarett, Lesungen und verschiedene solistische Darstellungen gehörten hier zum Protfolio.

Nachdem die Gemeindehalle in den Jahren 1949 bis 1955 den kulturellen Mittelpunkt des Landkreises bildete, z.B. mit solch hoch besetzten Akteuren wie den Bamberger Symphonikern, wurde sie nach einigen Jahren nicht mehr vorrangig für musikalische Darbietungen genutzt und andere Spielstätten fanden zunehmend deutlich größeren Zulauf – bis im Jahre 2003 der Künstlertreff gebildet wurde und sich erneut eine Gruppe engagierter, künstlerisch Tätiger formierte, die mit Motivation und Spielfreude die Tradition weiterführte.

Als herben Verlust bezeichnen die anderen Mitglieder den Tod von Gründungsmitglied Guido Rünagel, der sich zu seinen Lebzeiten nicht nur als akademischer Maler im Landkreis Rosenheim einen Namen gemacht hat, sondern eben auch den Künstlertreff mit aus der Taufe hob.

Bis ins hohe Alter Werke schuf er ansprechende Werke und bleibt allen im Künstlertreff in liebevoller Erinnerung.

In den zwei letzten Jahren musste aus bekannten Gründen leider auf viele dieser eigentlich geplanten Veranstaltungen verzichtet werden und bis zuletzt konnten nur die Treffen der Malgruppe jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat im Bürgerhaus Raubling stattfinden. Der hier gelebte Erfahrungsaustausch bezüglich der Materialien, Maltechnik und Gestaltungsideen sorgt unter der Leitung von Irene Hintler für viel kreatives Schaffen.

Für die aktuelle Ausstellung im Rathaus wurde der Künstlertreff Raubling vom Kneipp-Verein beauftragt, anlässlich des „Kneipp-Jahres“ 2021 zum 200. Geburtstag des Pfarrers Sebastian Kneipp die Lehre der „Fünf Säulen“ zu illustrieren. Dieses Themas angenommen hat sich natürlich auch die immer rastlose und stets lebendige Susanne Wals, beispielsweise mit der Gestaltung des Ausstellungsplakats.

Wasser, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Balance stehen dabei im Mittepunkt.

Wals selbst bietet ein breites Spektrum an künstlerischen Sujets, vorrangig beschäftigt sie sich mit aktuellen Themen des Zeitgeschehens. Auch Auftragsarbeiten aus dem Bekanntenkreis nimmt sie an und interpretiert die Themen neu, nach ihrem jeweiligen Empfinden.

Wie es mit dem Künstlertreff in Zukunft weitergehen soll? Als Kunstforum für diverse kulturelle Angebote, Veranstaltungen wie der Kulturwoche Raubling und anderen Events, die vor allem in Gemeindehalle und Rathaus stattfinden sollen, wollen Vorstand und Mitglieder dem künstlerischen Schaffen auch weiterhin allen Interessierten eine spannende Plattform im Inntal bieten.

Text: cl – Fotos: re

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger – www.wendelstein-anzeiger.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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