Brauchtum

Der Gauverband I sagt sein Gaufest ab

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Dass schon im zweiten Jahr in Folge Großveranstaltungen dem Corona-Virus zum Opfer fallen und somit abgesagt werden müssen trifft auch den Gauverband I  schwer. Erneut müssen sich die Verantwortlichen aus dem Gauverband I und dem ausrichtendem Verein aus Bergen schweren Herzens zur Absage des „Gaufestes unterm Hochfelln“  durchringen.

Bis zur letzten Möglichkeit wurde die endgültige Entscheidung hinausgezögert, stets die Hoffnung auf Besserung in Sicht. Schon im letzten Jahr konnte einstimmig beschlossen werden, dass das Gaufest in Bergen und die Gaufeste für die Folgejahre beim Trachtenverein „Edelweiß“ Bad Endorf sowie die geplante Bewerbung der „D´Raschenberger“ Teisendorf ein Jahr nach hinten rücken. Turnusmäßig am Wochenende um den 3. Sonntag im Juli wenn der Gaufestsonntag als Höhepunkt gefeiert wird, wären die Bergener Gastgeber für ca. 8000 aktive Trachtlerinnen und Trachtler und zahlreiche Zuschauer gewesen.

Nach dem Ausfallen im Jahre 2020 halt zeitversetzt 2021.  Für den Trachtenverein Bergen ist dies ein schwerer Schritt, zumal der Beschluss nun das endgültige Aus für das „Gaufest unterm Hochfelln“ bedeutet, auf das sich der Verein und das ganze Bergener Tal gefreut hätten. Die gesamte Bevölkerung fieberte dem Fest entgegen, die Vorbereitungen waren im März 2020 im vollen Gang, die Festzelteinrichtung, die Bühne, Kaffee- und Kuchenzelt, die Bar – alles war bereits fertig vorbereitet. Über 80 Kubikmeter Bauholz lagen bereit oder waren bereits verbaut, 750 Laufmeter Stangen für Zäune und Geländer waren vorbereitet, 16.000 Festabzeichen lagen bereit, um an die Vereine ausgegeben zu werden. Nun war alle Mühe vergeblich und es bleibt allein die Erinnerung an eine arbeitsreiche Zeit, die letztendlich mit einer großen Enttäuschung und dem Ende eines großen Traumes für Bergen endet. „Selbst wenn ein Fest in irgendeiner Form im Sommer 2021 möglich wäre, dann ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht klar, unter welchen Auflagen dieses stattfinden könnte. Ebenso ist nicht klar, mit wie vielen Personen ein Festzelt belegt werden darf. In einem vor kurzem gelesenen Bericht geht man derzeit von einer maximalen Belegung von ca. 25% der Festzeltkapazität aus unter Einhaltung strenger Hygiene- und Lüftungskonzepte. Nach Rücksprache mit dem Festwirt und der Brauerei ist dies auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht tragbar“, so Martin Heigermoser, 1. Vorstand der Bergener.

Nun hofft der Gauverband I und die ihm angeschlossenen 117 Vereine auf bessere Zeiten und den Willen, nach vorne zu schauen. Nach vorne, auf die Gaufeste 2022 in Bad Endorf und beim Bewerber aus Teisendorf 2023.

Bericht und Bilder: Gauverband I / Inge Erb, Gaupressewartin / Trachtenverein Bergen

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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