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Der Frühling braucht ganze 3 Tage für 100 Höhenmeter

Veröffentlicht von Rainer Nitzsche

Alle haben auf den Frühling gewartet, auch auf dem Samerberg. Die erste Blüte typischer Frühlingspflanzen ist stark von der Höhenlage abhängig. So zeigt sich, dass sich die Blüte der Schneeglöckchen im Frühling durchschnittlich in 3,5 Tagen um 100 Meter Seehöhe nach oben verlagert, die Blüte der Forsythie benötigt dafür 3,8 Tage und die Blüte des Buschwindröschens arbeitet sich alle 2,8 Tage um 100 Höhenmeter ins Bergland vor. Der phänologische, also der sichtbare Frühling, erreicht viele Orte im Norden Deutschlands erst viel später als im Süden. Und in den höheren Lagen kommt der Frühling später an als im Tal.
Das Buschwindröschen, das in Österreich bis in 2000 Meter Seehöhe vorkommt, blüht im Flachland im Mittel zwei Monate früher als im Hochgebirge. Beginnt der Frühling im Tiefland schon früh, während auf den Bergen noch eine dicke Schneedecke liegt, kann es bis zu drei Monate dauern, bis der Blühbeginn von den tiefsten zu den höchsten Lagen „hinaufgewandert” ist. Der Witterungsverlauf ist jedoch auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich in den verschiedenen Höhenstufen.
Das der Frühling auf dem Samerberg endlich angekommen ist, zeigen die Fotos mit Blick über Roßholzen in Richtung Wendelstein.

Hier ein Vergleich von ungefähr der gleichen Perspektive innerhalb von ca. 4 Wochen (Die linke Aufnahme stammt vom 9. April, die rechte Aufnahme ist vom 14. Mai 2021):

Frühling in Roßholzen:

Fotos: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

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