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Der FC Bayern im Chiemgau: Wehmut und Erinnerungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der FC Bayern München ist jüngst und damit noch vor Ablauf der Spielsaison zum neunten Male in Folge Deutscher Fußball-Meister geworden. In diesen Tagen schlägt die Profi-Mannschaft ihr Trainings-Quartier im Achental-Resort in der Chiemgau-Gemeinde Grassau auf. Ein Zusammentreffen der vielen Fans mit den Weltstars ist corona-bedingt nicht möglich, aber Hans Gehrlein, Vorsitzender vom großen FC-Bayern-Fan-Club  „Die 13 Höslwanger“ und Wirt vom Gasthaus Gehrlein in der Gemeinde Höslwang gibt Antworten zu manch offenen Fan-Fragen:

Frage: Was bedeutet eine 9. Meisterschaft in Folge?

Hans Gehrlein: Das ist eine tolle Leistung dieser Mannschaft und des Trainers. Man hatte immer wiedermal eine Schwächephase in der Saison,  aber die Konkurrenz konnte dies nicht nutzen. Am Ende war es eine hochverdiente Meisterschaft mit einem wundervollen Team! Es ist schon sensationell,  was in der Saison wieder geleistet wurde.

Frage: Was bedeutet es, dass FC-Bayern-Weltstars im Chiemgau trainieren?

Hans Gehrlein: Für unsere schöne Gegend ist es natürlich seine super Sache, dass eine der besten Fußballteams der Welt diesen Platz gewählt hat. Bei uns im Chiemgau kann man sich super Wohlfühlen. Die Landschaft ist einzigartig und   die Menschen sind bodenständig und sie sind unverwechselbar mit ihrer Tradition und vollen Lebensfreude. Einen besseren Standort für unseren FC Bayern kann ich mir nicht vorstellen und im Notfall wäre ja Höslwang auch nicht so weit weg…

Frage: Wird Hansi Flick Bundestrainer?

 Hans Gehrlein: Ja, ich denke, das wird so werden. Alle Zeichen stehen dafür und das hätte für uns Bayernfans dann auch wieder was Gutes. So bleibt uns der Hansi Flick als Trainer doch in einer gewissen Weise erhalten. Der FCB stellt nach wie vor die meisten Nationalspieler und das macht die Sache auch weiterhin spannend.

Frage: Wenn ein Gerd-Müller-Rekord wackelt, ist das schlimm?

 Hans Gehrlein: „Der Bomber Gerd Müller ist schon seit vielen Jahren Ehrenmitglied bei den 13 Höslwangern. Er war mehrmals bei uns in Höslwang zu Gast und seine Leistungen und Tore haben uns für immer geprägt. Dass da noch mal einer kommt, der an die 40-Tore-Marke kratzt hätte ich nie für möglich gehalten. Aber Robert Lewandowski ist ein sehr außergewöhnlicher Spieler. Nicht umsonst wurde er zum derzeit besten Spieler der Welt gewählt.  Er ist ein würdiger Nachfolger von Gerd Müllers Rekord. Da Wahnsinn wie der Lewi das macht aber für uns Höslwanger wird „Kleines dickes Müller“ für immer der größte aller Zeiten sein. Kaiser Franz Beckenbauer sagte mal, ohne den Gerd wären wir alle nicht da wo wir jetzt sind. Recht hat er!“

Frage: Der FC Bayern ist ja nicht zum ersten Mal zu Gast im Chiemgau, da waren doch die Höslwanger schon mal vorher dabei – oder?

 Hans Gehrlein: „Ja, der 08. Juli 2007 war der größte Tag in der Fanclub- Geschichte der 13 Höslwanger. Wenn die Bayern gefühlt so nah sind wie jetzt, dann kommen da natürlich gleich wieder viele Erinnerungen hoch.
Schade, dass man durch Corona keine Chance hat, die Truppe zu besuchen. Aber ich wünsche dem Team trotzdem einen wunderschönen Aufenthalt bei uns im Chiemgau und vielleicht kann man ja das, wenn Corona vorbei ist, noch mal wiederholen. Dann könnten wir zusammen mit dem Team auf dem Chiemsee einen schöne Dampferfahrt machen. Rot Weiße Meistergrüße aus Höslwang
Euer Hans!“

Fotos/Repros: Hötzelsperger

  • Vor ca. 20 Jahren: „Bomber“ Gerd Müller mit den Wirts-Eheleuten Birgit und Hans Gehrlein.
  • Der größte Tag im Fan-Club „13 Höslwanger“ beim Gastspiel des FC Bayern München, u.a. mit jungen Plattlern und Goaßlschnalzern vom Trachtenverein Atzing und der Obinger Blaskapelle

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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