Leitartikel

Dankbarkeit zum Ende eines Freiwilligen Sozialen Jahres

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit dem August endet für Jakob Rappel aus Prien und für Lucia Grimm aus Bad Endorf ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), das sie in den Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf geleistet haben. Die beiden Jugendlichen blickten bei einem gemeinsamen Gespräch auf das Jahr zurück und auch nach vorne, dabei resümierten sie übereinstimmend: „Die freiwillig geleistete Zeit zwischen Schule und Berufsanfang hat uns sehr gut getan!“

Träger des Freiwilligen Jahres war für den 18jährigen Jakob und für die 19jährige Lucia der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), unabhängig voneinander lernten sich die Beiden durch ihre Tätigkeit in den Pfarrverbänden kennen. Für Jakob war es ein Berufsfindungsjahr, dazu erklärt er: „Nach meinem Realschul-Abschluss habe ich nicht recht gewusst, was ich beruflich ansteuern soll, da hat mir Priens Pfarrer Klaus Hofstetter das Freiwillige Soziale Jahr empfohlen. Und da ich gerne Leuten helfe, habe ich auch gleich Ja gesagt“. Viele Aufgaben vom Kindergarten bis zu den Senioren hat es für Jakob gegeben, inzwischen hat er sich für den Beruf des Krankenpflegers entschieden und auch schon einen Arbeitsvertrag von der Romed-Klinik in Rosenheim ab 1. September erhalten. „Auf die Beschäftigung mit kranken Leute freue ich mich schon sehr“ – so Jakob Rappel. Ebenso wie für ihn verlief das abgelaufene Jahr coronabedingt ganz anders als geplant. Die Hauptaufgabe wären die Firmvorbereitungen gewesen. In verschiedenen und großen Teams waren sogar Vorbereitungsfahren nach Assissi, Berchtesgaden, Benediktbeuren und Josefstal am Schliersee geplant, was noch übrigblieb war für Lucia eine Fahrt nach Josefstal und eine Fahrt für Jakob nach Benediktbeuren. „Dass die Firmungen heuer ausgefallen sind und erst im November, wenn wir ja schon nicht mehr da sind, in kleinen Gruppen nachgeholt werden sollen, das hat uns schon ein wenig frustriert“ – so Lucia Grimm, die nach ihrem Abitur auch noch nicht recht wusste, welchen Beruf sie ergreifen möchte. „Als mir als Mitglied vom Jugendchor und von der Katholischen Landjugend Bad Endorf geraten wurde innerhalb des Pfarrverbandes Bad Endorf ein Soziales Jahr zu machen, da überlegte  ich nicht lange und sagte zu. Letztlich war es für meine Persönlichkeitsfindung richtig, weil ich zu Hause noch wohnen konnte und so für meine   eigene Verantwortung einen behüteten Rahmen hatte“. Mit Blick in ihre Zukunft fügt Lucia Grimm hinzu: „Im Umgang mit den Kindern ist in mir der Entschluss gereift, für das Grundschullehramt mit dem Hauptfach Schulpsychologie zu studieren und  mir Bamberg als Studienstadt ausgesucht“.

Gemeinsam möchten Lucia und Jakob wie folgt Danke sagen: „Uns wurde vom gesamten Seelsorge- und Verwaltungsteam in beiden Pfarrverbänden voll geholfen, wir bereuen nichts im abgelaufenen Jahr und glauben fest daran, dass wir für unsere berufliche Zukunft ein starkes Fundament geschaffen haben“.

Foto/s: Hötzelsperger – Lucia Grimm und Jakob Rappel zum Ende ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in den Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf mit bzw. in der Priener Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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