Freizeit

Corona zum Trotz: Schafkopfen geht allemal

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Gesellige Zusammenkünfte sind in diesen Corona-Zeiten nicht angesagt, aber nicht immer muss der Verzicht gänzlich sein. So zum Beispiel beim Schafkopfen, der Königsdisziplin der bayerischen Kartenspiele. Nicht erst seit kurzem, schon seit einigen Jahren gibt es internet-gestützte Online-Schafkopf-Möglichkeiten. Einen richtigen Impuls für die Nutzung dieser Angebote hat natürlich die Zeit der Ausgeh- und Treff-Beschränkungen bewirkt. Das Online-Schafkopfen (hier am Beispiel der Version der Firma Isar Interactive) geht folgendermaßen vor sich: Über die App, welche auf einem entsprechenden Store auf dem Smartphone heruntergeladen werden kann, treffen sich die vier Spieler (drei oder zwei Spieler sind auch möglich, die restlichen Mitspieler sind dann Computer) zu einem virtuellen Wirtshausstammtisch. Anschließend können sie von ihren verschiedenen Standorten (weltweit) aus das Spiel mit anfangs acht Karten beginnen.

Der erste Vorteil dabei ist, dass das Geben und Abheben sowie das Zusammenzählen der Punkte (je Spiel 120 Punkte, mit 61 Punkten hat man gewonnen) der Computer übernimmt. „Spiele mit der Pumpe (= Schelln-Sau)“ – wenn dieser Ton zum Beispiel erklingt, dann sind die anderen drei Mitspieler aufgerufen, zuzustimmen oder selbst ein Spiel anzumelden. Neben dem Gemeinschaftsspiel mit einem Mitspieler („Sau-Spiel“) gibt es noch die Möglichkeit einen „Wenz“ oder ein „Solo“ zu spielen. Wenn sich zwei oder mehr Spieler für ein Spiel anmelden, dann geht der „Wenz“ (dabei sind die Unter die höchsten Trümpfe) vor einem Ruf- oder Sauspiel. Höchste Priorität aber hat ein „Solo“ und bei diesen das „Herz-Solo“, dabei sind neben den Ober- und Unter-Karten alle Herz Trumpf. Besonders begehrt sind die Spiele „DU“, das ist dann der Fall, wenn angekündigt und dann auch so der Fall ist, dass beim „Wenz“ oder „Solo“ der Spieler alle Stiche macht. Und das Allerhöchste, aber äußerst selten ist ein „SIE“, das sind vier Ober und vier Unter in einer Hand.

Das Online-Schafkopfen hat gerade in „Quarantäne“-Zeiten einige Vorteile, so zum Beispiel, dass Freunde aus einem langweiligen Abend eine kurzweilige Unterhaltung machen. Was gegenüber dem Original-Schafkopf bei persönlicher Präsenz fehlt, das ist, dass man bei „Fehlern“ dem Gegenüber nicht mit vorwurfsvollen Blicken strafen oder gar ihm einen frechen Kommentar zukommen lassen kann. In jedem Fall aber überwiegen die Vorteile – gerade jetzt in Zeiten des eingeschränkten Miteinanders.

Weitere Informationen zu der beschriebenen App gibt es unter www.skat-spiel.de/schafkopf.html.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke  von Schafkopf-Karten bzw. vom Online-Schafkopf

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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