Corona-Krise

Corona macht dem Kirchenleben vor Ort zu schaffen -Spendenaufruf

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bereits im zweiten Jahr macht die Corona-Pandemie in den kirchlichen Einrichtungen und bei den Planungen den Verantwortlichen zu schaffen, wenn es darum geht, den Haushalt aufzustellen bzw. mit den zurückgegangenen Einnahmen zurecht zu kommen. Allein beim Pfarrverband Westliches Chiemsee-Ufer von Rimsting bis Bernau fehlen wie im vergangenen Jahr auch heuer wieder um die 30.000 Euro. Die Reduzierung der Einnahmen gilt auch für den Pfarrverband Bad Endorf

Wie Verwaltungsleiter Matthias Wicha auf Nachfrage informiert, waren in Vor-Corona-Zeiten die Einnahmen von Kirchgeld, Klingelbeutel und Opferstock rund 60.000 Euro, also doppelt so viel. „Die Einnahmen sind gravierend in den Keller gerutscht, weil wir keine normalen Gottesdienste mehr haben“, so Matthias Wicha, der darauf hinweist, dass die vorgenannten Einnahmen einzig und allein der Pfarr- und Kirchengemeinde für die Gestaltung des Kirchenlebens zur Verfügung stehen. Zu diesen Auf- und Ausgaben gehören die musikalische Gottesdienst-Gestaltung, der Blumen- und Kerzenschmuck sowie Ministranten-, Erstkommunion- und Firm-Konzepte. Im Rahmen des Haushaltes der Kirchenstiftung werden die anteiligen Personalkosten für Angestellte wie Reinigungskräfte, Hausmeister, Mesner, Kirchenmusiker und Pfarrsekretärinnen über die Kirchensteuer abgewickelt, die Bezahlung der Seelsorgerinnen und Seelsorger wird über das Erzbistum München und Freising vorgenommen. Um die aktuellen Einnahme-Defizite für das unmittelbare Gemeindeleben etwas auszugleichen, hat der Pfarrverband an die Mitchristen und Gemeindemitglieder einen Spendenaufruf gestartet – zumal bei Renovierungen von kirchlichen Gebäuden, die unter 150.000 Euro kosten, die Kirchenstiftung selbst aufkommen muss.

Eine weitere Einnahme für die Pfarrgemeinde für ihre ursächlichen Aufgaben vor Ort ist ein Anteil bei der jährlichen Caritassammlung. Diese kann heuer wegen Corona nicht in Form einer Haussammlung durchgeführt werden, deswegen machen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf den Weg, um die Briefe mit den Spendenaufrufen in die Briefkästen zu stecken. „40 Prozent dieser Spenden bleiben vor Ort für caritative Maßnahmen in der Pfarrei. In Prien gibt es hierzu mit der Caritas und mit der Diakonie einen „Sozialen runden Tisch“, dessen Mitglieder über die Vergabe der Mittel bei Bedürftigkeit entscheiden.

Für Spendenmöglichkeiten kann man sich an die Pfarrbüros in Bad Endorf, Rimsting, Prien und Bernau wenden.

Foto: Hötzelsperger – Aktueller Blick auf die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ Prien – PV Westliches Chiemseeufer

Foto: Pfarrkirche „St. Jakobus“ Bad Endorf – PV Bad Endorf

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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