Gesundheit & Corona

Corona-Jahr 2020: Umsatz des bayerischen Einzelhandels steigt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik zur „Jahresstatistik im Handel (einschl. Instandhaltung und Reparatur von Kfz)“¹) erzielen die 50 200 rechtlichen Einheiten²) mit wirtschaftlichem Schwerpunkt im Einzelhandel in Bayern im Jahr 2020 gut 129,5 Milliarden Euro Umsatz. Bayerns Einzelhandel zählt im Jahr 2020 rund 602 400 Beschäftigte. Sowohl die Zahl der rechtlichen Einheiten als auch die Beschäftigtenzahl sinkt 2020 im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahres 2019. Im Gegensatz dazu steigt der Umsatz des bayerischen Einzelhandels verglichen zum Jahresergebnis 2019.

Fürth/Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik berichtet, geht die Zahl der rechtlichen Einheiten mit wirtschaftlichem Schwerpunkt im Einzelhandel in Bayern im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 800, also sieben Prozent auf 50 200 zurück. Der Umsatz erhöht sich zum Jahr 2019 um 8,7 Prozent auf rund 129,5 Milliarden Euro. Der Umsatz verteilt sich mit knapp 93,1 Milliarden Euro auf den „Einzelhandel in Verkaufsräumen“, mit fast 36,4 Milliarden Euro auf den „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen und auf Märkten“ sowie mit 114 Millionen Euro auf den „Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten“.

Im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2019 werden die Veränderungen hinsichtlich der erwirtschafteten Umsätze in den drei Bereichen deutlich. Während der „Einzelhandel in Verkaufsräumen“ im Jahr 2020 ein Umsatzplus von 3,5 Prozent zum Vorjahr verzeichnet, steigt der Umsatz im „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen und auf Märkten“ enorm um mehr als ein Viertel. Einen starken Umsatzrückgang in 2020 von 36,3 Prozent weist unterdessen der „Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten“ auf. Der Umsatzanteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandel Bayerns beträgt im ersten Corona-Jahr 2020 28,5 Prozent, im Jahr 2019 liegt der Anteil noch bei 24,4 Prozent.

Die Beschäftigtenzahl im bayerischen Einzelhandel (Stichtag 30. September 2020) sinkt im Jahresvergleich um 5,8 Prozent, was einer Minderung von rund 37 000 tätigen Personen entspricht. Von den rund 602 400 tätigen Personen im Jahr 2020 sind 64,6 Prozent weiblich und 53,9 Prozent in Teilzeit beschäftigt. Der größte Teil der Beschäftigten (91,0 Prozent) ist im „Einzelhandel in Verkaufsräumen“ tätig. Gefolgt vom „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen und auf Märkten“ mit einem Anteil von 8,6 Prozent der Beschäftigten des gesamten Einzelhandels. Im Vorjahr liegt der Anteil noch bei 7,6 Prozent. Der Anteil der Beschäftigten im „Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten“ macht 2020 lediglich 0,4 Prozent aus.

Die gezahlten Bruttoentgelte der bayerischen Einzelhändler belaufen sich im Jahr 2020 auf gut 11,5 Milliarden Euro, was einen Rückgang zum Vorjahr von 6,2 Prozent bedeu-tet. Die Bruttoinvestitionen sind verglichen zum Jahr 2019 ebenfalls rückläufig und betragen 1,5 Milliarden Euro (-7,1 Prozent). Die Rohertragsquote (Anteil des Roher-trags3) am Umsatz) des bayerischen Einzelhandels beläuft sich auf 29,7 Prozent.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Hötzelsperger

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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