Leitartikel

Cafe Bauer aus Stephanskirchen ist Staats-Preisträger

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kreishandwerkerschaft Rosenheim informiert:  Gutes Brot – Gute Bäcker – Große Würdigung  –  Zwanzig bayerische Bäckermeister mit Staatsehrenpreis ausgezeichnet  –  Auch Christian Bauer von der Bäckerei Konditorei Cafè Bauer aus Stephanskirchen zählt zu den Preisträgern.

 Man könnte meinen, es ist einer der Lieblingstermine der Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber. Wenn sie über Brot und das Bäckerhandwerk spricht, spürt jeder Zuhörer die Begeisterung in ihren Worten. Am Mittwoch, den 15. Dezember 2021 war es wieder soweit. In der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz zeichnete sie die besten Bäcker Bayerns 2021 mit dem Staatsehrenpreis aus. Die strengen 2G+ Auflagen konnten die Freude aller Gäste nicht mindern. Stolz nahmen die Bäcker ihre Auszeichnung entgegen.

In ihrer Rede ging Ministerin Kaniber auch auf die Situation in der Corona-Pandemie ein.
„Die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft sowie unsere Ernährungshandwerker haben in der Krise gezeigt: Die Lieferketten halten, auf unsere Bäuerinnen und Bauern, auf unsere Bäcker und Metzger ist Verlass. Sie haben als Nahversorger und unverzichtbarer Teil unserer regionalen Wirtschaftskreisläufe, aber auch als verlässlicher Arbeitgeber gepunktet.“ „In Bayern sind über 2.100 handwerkliche Bäckereien in die Handwerksrolle eingetragen mit über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, bestätigte Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger. „Das ist ganz sicher eine beeindruckende Zahl, aber sehr viel wichtiger ist, dass das Bäckerhandwerk in den letzten 18 Monaten beweisen konnte, dass es ein krisensicherer Beruf ist.“

Zum 21. Mal wurde der Staatsehrenpreis vergeben. Die Hürden für eine Qualifikation sind hoch. Grundlage ist die jährliche Brotprüfung, bei der die Bewerber über fünf Jahre hinweg kontinuierlich Spitzenqualität gebacken haben müssen. 2021 qualifizierten sich 95 Betriebe der 311 Bewerber aus 47 Innungen für den Staatsehrenpreis, 2.714 Brote wurden überprüft. Die Preisträger trennten in der Qualität nur minimale Unterschiede, die sich bei der Benotung erst an der dritten Stelle hinter dem Komma niederschlugen.  „Diese Sehnsucht nach gutem, unverfälschtem Brot, diese Rückbesinnung auf regionale Handwerksbetriebe und deren ehrlich erzeugte Qualität sind Pfunde, mit denen es zu wuchern gilt – und das können Sie“, betonte Michaela Kaniber.

Heinrich Traublinger hielt für das gesamte Bäckerhandwerk ein Erfolgsrezept bereit. „Man nehme eine ordentliche Portion Begeisterung am Bäckerhandwerk, zwei Handvoll motivierte Mitarbeiter, sechs Einheiten Zutaten höchster Qualität, am besten aus der Region, drei Schaufeln Individualität bei der handwerklichen Herstellung, vier Esslöffel Idealismus, eine Messerspitze Gelassenheit und eine Prise Glück, dass auch alles passt.“ Die jährliche Brotprüfung des Deutschen Brotinstitutes ist ein Angebot an die Handwerksbäcker. Sachverständige prüfen die Produkte. Dabei berücksichtigen sie zahlreiche Aspekte wie Form und Optik, Oberflächen und Kruste, Krumenbild, Struktur und Elastizität, den Duft eines Brotes und sein geschmackliches Aroma. Schon diese Aufzählung der vielen Bewertungspunkte zeigt, was ein gutes Brot ausmacht. Backen ist ein Handwerk, das Kompetenz, Wissen, Herz und Gespür vereint. Die zwanzig ausgezeichneten Bäcker sind im wahrsten Sinne des Wortes Meister ihres Fachs.

Fotos: Marianne Wagner, LiV

Ministerin Kaniber (vorne links mit Brot) ehrte die 20 besten unter den Guten. (Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger vorne rechts mit Brot)
Die bayerische Staatsministerin Michaela Kaniber stellte in ihrer Laudatio die Bedeutung des Bäckerhandwerks heraus.

Zum Staatsehrenpreis erhalten die Betriebe neben der Urkunde auch eine Medaille.

Foto: Hauke Seyfarth /StMELF

Christian Bauer, Ministerin Michaela Kaniber (Links), Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger (rechts)

Weitere Informationen finden Sie unter www.baecker-bayern.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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