Kirche

Chor aus der Ukraine kommt vom 12.-22. Mai zu Kirchen-Konzerten in den Chiemgau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 1989 bestehen enge Verbindungen aus dem Rosenheimer und Priener Raum zur griechisch-katholischen Diözese Ternopil in der Ukraine und dort speziell zum Priesterseminar. Dieses Seminar bietet über 100 jungen Menschen einen Platz zum Leben, Lernen und Arbeiten. Dies soll auch weiterhin aus dem Chiemgau unterstützt werden: dieses Versprechen gab der Helferkreis mit Sitz auf Frauenchiemsee unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ dem Erzbischof der Diözese Ternopil Vasyl Semenjuk, der zum wiederholten Male nach Bayern kam und sich dieses Mal im Restaurant Christl in Rohrdorf mit den Mitgliedern des Freundeskreises traf.

Bei der Zusammenkunft konnten die Vereinsvorsitzenden Kathi Schmid aus Höhenmoos und Fritz Tischner aus Rohrdorf neben dem Bischof noch in dessen Begleitung die für die Seminar-Ökonomie und für die Finanzen zuständigen Priester Firmann und Shafran sowie Pfarrer Robert Baumgartner vom Pfarrverband Rohrdorf-Samerberg und Verwaltungsrat Christian Schoenleber von der Gemeinde Rohrdorf willkommen heißen. In ihrem Rückblick erinnerte Kathi Schmid daran, dass bislang in den fast 30 Jahren vom Helferkreis viel geleistet worden ist, zum Beispiel beim Bau eines Hauses für 30 Kinder und arme Leute, beim Aufbau des Marien-Wallfahrtsortes Zarvanytsja mit Glockenspende, beim Anbringen von Solaranlagen, beim Aufbau einer eigenständigen landwirtschaftlichen Versorgung, bei der Gründung einer Firma zur Herstellung von Maultaschen mit zehn Arbeitsplätzen sowie bei der Gewinnung von sauberem und bezahlbarem Trinkwasser. Als neues Projekt ist ein Gas-Heizungs- und Energie-Einsparungs-Objekt für den Chor des Priesterseminars mit Kosten von 36.000 Euro vorgesehen, auch diese Kosten können die Ternopiler nicht aus eigener Kraft ermöglichen. Zur Finanzierung beitragen soll im Mai eine zehntägige Auftrittsreise des Chores vom Priesterseminar mit Gottesdiensten, Mariensingen und Maiandachten in den Kirchen von Wildenwart (12. Mai, 19 Uhr), in Kirchwald bei Nussdorf am Inn (13. Mai, 15 Uhr), in Aschau i. Chiemgau (13. Mai, 19 Uhr) sowie am Sonntag, 14. Mai in Neubeuern (10 Uhr), in Frasdorf-St. Florian (14.30 Uhr) und Rohrdorf (19 Uhr), am Montag, 15. Mai in Maria Eck (19.30 Uhr), am Dienstag, 16. Mai in Stephanskirchen (19 Uhr), am Mittwoch, 17. Mai in Neukirchen (19.30 Uhr), am Donnerstag, 18. Mai in Schleching-Raiten (19 Uhr), am Freitag, 19. Mai im Münster von Frauenchiemsee (17 Uhr), am Samstag, 20. Mai in Hirnsberg (19 Uhr), am Sonntag, 21. Mai in Seebruck (9 Uhr) und in Halfing (19.15 Uhr) sowie zum Abschluss am Montag, 22. Mai um 9 Uhr in Höhenmoos. Die Eintritte zu diesen Gesangs-Veranstaltungen sind frei, Spenden für das Priesterseminar werden gerne angenommen.

Wie Bischof Semeniuk auf Anfrage aus den Reihen des Helferkreises sagte, hat der Krieg in der Bevölkerung zu einer neuen Glaubens-Motivation geführt, so dass in seinem Betreuungsgebiet rund 150 Priesteramts-Kandidaten aus verschiedenen Diözesen tätig sind. Aufgrund des vorherrschenden Krieges kann der Staat seine eigentlichen Aufgaben nicht erfüllen, deswegen sind die Kirchen in vielerlei Hinsicht gefordert. „Auch wenn der Krieg nicht direkt bei uns vor Ort sich abspielt, aber wir haben viele Gefallene und Traumatisierte aus unseren Diözesen, da helfen wir den betroffenen Soldaten-Familien so gut wir können“ – so der Bischof, der sich für die Einladung zu den kirchlichen Gesangs-Konzerten für die neun Chormitglieder sehr herzlich bedankte. Der Helferkreis unterstützt den Besuch aus dem Priesterseminar Ternopil an all den Tagen vom 12. bis 22. Mai und will mit Unterstützung heimischer Leistungsträger den Gästen aus der Ukraine auch ein interessantes Freizeit- und Besichtigungsprogramm zwischen den Auftritten organisieren. Nähere Informationen gibt es bei Helferkreis-Vorsitzenden Kathi Schmid, Telefon 08032-5578.

Fotos: Hötzelsperger  – 1. Von links bei der Übergabe der offiziellen Einladungen für die Chorreise vom 12.-22. Mai: 1. Vorsitzende Kathi Schmid, 2. Vorsitzender Fritz Tischner, Pfarrer Robert Baumgartner aus Rohrdorf, Bischof Vasyl Semenjuk, Pfarrer Shafran, Christian Schoenleber von der Gemeinde Rohrdorf und Pfarrer Firmann.

  1. Porträt von Bischof Vasyl Semenjuk.

Nähere Informationen: Kathi Schmid, Telefon 08032-5578

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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