Leitartikel

Chiemgauer helfen seit 20 Jahren Priestern aus der Ukraine

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 20 Jahren gibt es einen Helferkreis für die Diözese Ternopil – Ukraine e.V. mit Sitz auf Frauenchiemsee. Zentraler Bestandteil der Vereinsanliegen ist die Förderung des Priesterseminars nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Der Chor des Priesterseminars aus Ternopil kommt anlässlich des heurigen Jubiläums in den Chiemgau, Höhepunkt der Konzertreise ist am Samstag, 21. März um 10 Uhr ein Festgottesdienst im byzantinischen Ritus in der Kirche St. Petrus und St. Leonhard in Greimharting in der Gemeinde Rimsting. Dieser Gottesdienst wird als Bischofsmesse gefeiert, den   Erzbischof Vasyl Semenjuk persönlich halten wird.

„Ziel unseres Bestrebens war immer, die Projekte des früheren Regens des Priesterseminars in Ternopil und des jetzigen Erzbischofs der Diözese Ternopil Vasyl Semenjuk mit seinen tüchtigen Mitstreitern tatkräftig zu unterstützen. Nun freut es uns, dass der Erzbischof mit einem weiteren Bischof und einigen Priestern zum Jubiläums-Gottesdienst nach Greimharting kommen wird“ – mit diesen Worten begann Kathi Schmid aus Höhenmoos (Gemeinde Rohrdorf) als Helferkreis- und Vereins-Vorsitzende eine gut besuchte Mitglieder-Zusammenkunft im Gasthaus Kampenwand in Aschau i. Chiemgau. Ehe sie auf die Vorbereitungen für den kommenden Besuch aus der Ukraine einging, erinnerte Kathi Schmid daran, dass am Anfang der Vereinsaktivitäten bescheidene Hilfen bei der Ausstattung des Priesterseminars waren. Die Unterstützung konnte allerdings schon bald wachsen, so dass die Chiemgauer bei der Errichtung des Wallfahrtsortes Zarvanytsja und bei vielen sozialen Projekten gerne als Partner empfunden wurden. Unter anderem wurde die Freundschaft durch eine Spende für den Glockenturm in Zarvanytsia, durch viele Patenschaften und durch gegenseitige Besuche manifestiert. Zuletzt galten die Hilfsmaßnahmen aus Bayern den Verbesserungen bei der Unterbringung der derzeit rund einhundert Seminaristen, bei der Heizung und bei der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse, um selbst auf dem heimischen Markt Einnahmen zu generieren. „Das nächste Projekt ist der bereits begonnene Bau eines Ausbildungszentrums für Geistliche und Weltliche, gedacht ist dabei auch an eine Ausbildung für kleine Bauern, die zukünftig in eigener Verantwortung erzeugen und verkaufen sollen“ – so Kathi Schmid.

Konzertreise vom 13. Bis 23. März

Ehe jedoch die Projekte der Zukunft festgelegt werden, soll die Konzertreise der neun Chor-Mitglieder vorbereitet werden. Von Freitag, 13. März bis Montag, 23. März wird der Chor des Priesterseminars an allen Tagen in verschiedenen Orten, vorwiegend in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein  sowie in  Kirchen und Kapellen auftreten, um für seine Einrichtung zu sammeln. Das Programm beginnt am 13. März um 19 Uhr mit einem Passionssingen in Rimsting, tags darauf am Samstag, 14. März um 16 Uhr mit einem ukrainisch-katholischen Gottesdienst in Neukirchen sowie um 19 Uhr mit einem weiteren Gottesdienst in Törwang am Samerberg. Weitere Termine sind am Sonntag, 15. März (9 Uhr Gottesdienst in Holzkirchen und 19 Uhr Gottesdienst in Halfing), am Montag, 16. März ein Passionssingen um 19 Uhr in Maria Eck, am Dienstag, 17. März um 19 Uhr ein Gottesdienst in Stephanskirchen, am Mittwoch, 18. März um 19 Uhr ein Passionssingen in Rohrdorf, am Donnerstag, 19. März   um 19 Uhr eine Geistliche Stunde zum Josefitag in der Klosterkirche zu Rosenheim, am Freitag, 20. März um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Traunsteiner Salinkapelle, am Samstag, 21. März um 10 Uhr der Jubiläums-Gottesdienst mit einem Pontifikal-Amt in Greimharting sowie um 17 Uhr ein Gottesdienst in Aschau i. Chiemgau, am Sonntag, 22. März um 10 Uhr ein Gottesdienst in Neubeuern und um 19 Uhr ein weiterer Gottesdienst in Schleching sowie zum Abschluss am Montag, 23. März ein Dank-Gottesdienst um 9 Uhr in Höhenmoos mit anschließender Verabschiedung im dortigen Gasthaus Kreidl. Zwischen den einzelnen und kirchlichen Veranstaltungen werden sich Mitglieder des Helferkreises für ein Freizeitprogramm und für gemeinsame Mahlzeiten mit den Gästen aus der Ukraine einsetzen, auch die Übernachtungen werden von Vereinsmitgliedern übernommen. „Für jede Unterstützung sind wir dankbar!“ – mit diesem Appell verabschiedete sich Kathi Schmid von der Versammlung in Aschau, erreichbar ist Vorsitzende Schmid telefonisch unter 08032-5578 oder per email über schmid-rohrdorf@t-online.de.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von bisherigen Besuchen des Chores vom Priesterseminar Ternopil/Ukraine, u.a. Erzbischof Vasyl Semenjuk bei einem Besuch auf Frauenchiemsee.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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