Kirche

Chiemgauer Gedenken auf der Kampenwand

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Als einen Ort des Friedens, der nicht nur den Blick hinaus zum Chiemsee, sondern auch einen Blick zurück und einen Blick nach Innen gewährt, bezeichnete Erster Bürgermeister Jürgen Seifert den Platz an der Gedächtniskapelle nahe der Steinlingalm auf der Kampenwand. Die Gemeinde Prien war zusammen mit der Gemeinde Aschau i. Chiemgau heuriger Ausrichter der zum 66. Mal stattgefundenen  Gedenkmesse für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus. An die einhundert Fahnen aus den Reihen der Veteranenvereine von den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sowie von den Ortsvereinen aus der Marktgemeinde Prien ergaben ein imposantes Bild beim Festplatz  mit schönem Blick hinauf zum Gedenkkreuz auf dem Kampenwand-Gipfel.

Dem festlichen Kirchenzug mit allen Fahnenabordnungen, mit der Musikkapelle Prien unter der Leitung von Regina Huber und mit einer stattlichen Zahl an Ehrengästen folgten Weisen der Aschauer Alphornbläser sowie die Begrüßung durch den Priener Bürgermeister. Jürgen Seifert freute sich, dass er sogar eine Abordnung aus der Priener Partnerstadt Graulhet mit deren Alt-Bürgermeister und Zweitem Bürgermeister an der Spitze willkommen heißen durfte. Weitere Ehrengäste waren unter anderem die Europa-Abgeordnete Maria Noichl, die Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer, Ehrenvorsitzender Otto Dufter vom Bayerischen Trachtenverband, die Trachten-Gauvorstände Peter Eicher vom Gauverband I, Michael Huber vom Chiemgau-Alpenverband und Georg Schinnagl vom Bayerischen Inngau, Bayernbund-Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter, Günter Reichelt als Vertreter vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen sowie zahlreiche Vertreter der Landkreise Rosenheim und Traunstein, der Gemeinden sowie von den Veteranenvereinen und Soldatenkameradschaften aus beiden Landkreisen. Ein herzlicher Dank des Priener Bürgermeisters galt den vielen Helferinnen und Helfern, allen voran aus Prien dem Leitenden Organisations-Koordinator, Ehrenvorsitzenden der Krieger- und Soldatenkameradschaft Prien und Ehrenbürger Michael Anner sowie dem Obst- und Gartenbauverein für den Schmuck bei der Gedächtniskapelle. Den von der Musikkapelle Prien gestalteten Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Klaus Hofstetter vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer. Auch Pfarrer Hofstetter stellte den Frieden in den Mittelpunkt seiner Predigt als er sagte: „In unserer gemeinsamen Verantwortung haben wir alle die gleiche Aufgabe, nämlich den kommenden Generationen eine Welt zu übergeben, in der die Schöpfung, ja, alles Geschaffene von Frieden und Harmonie spricht“.  Im Beisein der Kreisobmänner der Veteranen Pius Graf (Rosenheim) und Michael Bernauer (Traunstein) und mit einem Ehrensalut der Gebirgsschützenkompanie Aschau i. Chiemgau legte Georg Fischer als 1. Vorsitzender von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Prien einen Kranz nieder, die Musikkapelle Prien spielte hierzu das Stück „Ich hatt´ einen Kameraden“. Ehe der Festzug wieder zurück zur bestens bewirteten Steinlingalm führte wurde noch gemeinsam die Bayernhymne gesungen.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom heurigen Chiemgau-Gedenken auf der Kampenwand mit der Gemeinde Prien als Ausrichter

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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