Am heutigen Dienstag-Abend tritt die chaingang gemeinsam mit Stephan Kröll im Festzelt Aschauer Markt auf. Es sind noch einige wenige Karten zu bekommen (System München Ticket, Tourist Info Aschau, Gasthof Kampenwand Aschau).

Tradition versus Moderne, bayerisch versus kosmopolitisch, Volksmusik versus Rock und Pop – aber in jedem Fall authentisch und unverfälscht: das ist die 9 köpfige A-capella Gruppe „chaingang“ aus dem bayerischen Chiemgau.
Im Herbst 2015 erschien ihr Debütalbum „duad guad“, wobei von einem Debüt schon längst nicht mehr die Rede sein kann. Nach ihrem vielbeachteten und vom BR übertragenen Auftritt bei den bekannten Wirtshausmusikanten beim „Hirzinger“ im Frühjahr 2016 ging es nämlich schnell steil bergauf für die neun Musiker.
Kennengelernt und zusammengeschlossen haben sich die Musiker schon vor über 15 Jahren. Eine Geburtstagseinlage im Stil der Comedian Harmonists war sozusagen die Geburtsstunde der chaingang, deren Name von dem Lied, „chaing gang“ des US-amerikanischen Sänger Sam Cooke stammt, das die die Gruppe bei ihren ersten Auftritten immer als Einzugslied gesungen hatte.
Mit ihren kreativen und innovativen Neuarrangements und Eigenkompositionen bekannter Stücke aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres – von Volks- und Blasmusik über österreichische, deutsche und amerikanische Popmusik bis hin zu Gospel, Soul und Rock – und deren Umsetzung in die bayerische Mundart haben sie mittlerweile einen festen Platz in der bayerischen Musikszene erlangt und sind auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
Und zwar so bekannt, dass sie 2016 zu dem renommierten österreichischen TV-Format „Die große Chance der Chöre“ geladen wurden, wo sie bis zum Halbfinale kamen.
Und nicht nur solo ist die chaingang unterwegs. Mit dem oberbayerischen Kabarettisten Stefan Kröll treten Sie in einer Mixed Show auf – musikalische Unterhaltung und Kabarett auf höchstem Niveau.

Stefan Kröll
Stefan Kröll ist gleichzeitig vielleicht der interessanteste Erzähler in Sachen Bayerische Geschichte. Mutig hat er sich an den Rand verbotener Abgründe gestellt, einen Blick in tiefe Keller oder hinter aufpolierte Kulissen gewagt, auch mal mit dem Vergrößerungsglas in der Hand. Spannend plaudert Kröll in schönstem, den Ohren schmeichelndem Oberbairisch über Geheimnisse, Mythen und Aberglauben im Freistaat. Schnell hängt ihm das Publikum an den Lippen, um unvermutet aus der heilen Welt heraus in eine „waxe Gschicht“ von anno dazumal oder in eine verruchte Anekdote katapultiert zu werden.
Aber keine Angst: Stefan Kröll bringt das Publikum immer wieder heil ins „Hier und Jetzt“ zurück und schlägt dabei so ungewohnte wie spannende Brücken. So treffen Hexenverbrennungen und die BILD – Zeitung ebenso aufeinander wie Schillers „Räuber“ und der „Boarisch Hiasl“.
Nie anklagend trotzig oder unter der Gürtellinie provozierend, sondern immer charmant witzig und saukomisch wirft Kröll gewohnte Denkmuster über den Haufen, öffnet die Sicht auf neue Perspektiven und lässt dabei der Faszination an Abgründen oder der Gier nach geheimem Wissen viel Raum. Bemerkenswert, wie verblüffend aktuell manch historische Anekdote ist und wie tief der Aberglaube noch immer in der Gesellschaft verankert zu sein scheint.

Festzelt Aschauer Markt, Schützenstr. , 83229 Aschau

Beginn: 20:00 Uhr, Einlaß/Bewirtung ab 18:00 Uhr

Kartenvorverkauf: System München Ticket, Tourist Info Aschau, Gasthof Kampenwand Aschau
Kultouren Events

Fotos: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Rainer Nitzsche

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Als Webseiten - Programmierer habe ich diese Internetpräsenz entwickelt und erstellt. Mit viel Sorgfalt wurde die Plattform durchdacht, optimiert, gefeilt und getunt. Bin auch für die kontinuierliche Betreuung und Pflege der Webseite verantwortlich und habe ein Auge auf die tägliche Aussendung unseres Newsletters.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.

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