Kirche

Caritas entzündet Kerzen für Jordanien

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die „Aktion Eine Million Sterne“ setzt Zeichen. Auch in diesem Jahr werden wieder zehntausende Kerzen in ganz Deutschland brennen und so ein solidarisches Licht für die Schwächsten hier und weltweit entzünden. Am Vorabend des Welttag der Armen, zu dem Papst Franziskus jährlich aufruft, stehen bei dieser Solidaritätsaktion von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, die Menschen in Jordanien im Mittelpunkt: syrische und irakische Flüchtlinge, sowie die Schwächsten der jordanischen Gesellschaft.

Jordanien, das Land an der südlichen Grenze zu Syrien, hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor acht Jahren mehr als eine Million Menschen aufgenommen. Eine große humanitäre Geste, die die jordanische Gesellschaft inzwischen an ihre Belastungsgrenze gebracht hat. „Das Land hat Unglaubliches geleistet“, urteilt Peter Neher, der Präsident des Caritasverbandes, „doch der Bogen droht zu überspannen.“ Allein kommt Jordanien mit dieser Situation nicht mehr zurecht. „Das Land, die Menschen brauchen unsere Solidarität, vor allem die Flüchtlinge und auch bedürftigen Gruppen innerhalb der jordanischen Gesellschaft.“

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, arbeitet gemeinsam mit der Caritas Jordanien in einer Vielzahl von Projekten daran, Flüchtlingen und marginalisierten jordanische Bevölkerungsgruppen wieder eine Perspektive zu geben. „Wir helfen in jenen Bereichen, wo dem jordanischen Staat die Kapazitäten fehlen: in der Betreuung der Flüchtlinge, in der psychologischen und medizinischen Versorgung, im Bildungsbereich und im Wohnen“, erläutert Neher. Daran soll die „Aktion Eine Million Sterne“ auch hier erinnern. Außer in Freiburg werden in fast einhundert Städten und Kommunen bundesweit Kerzen brennen. Veranstalterinnen sind die Caritasverbände, Einrichtungen und Pfarrgemeinden. Sie rufen die Menschen zur Teilnahme und zu Spenden auf.

Die Veranstaltung in Freiburg beginnt am Samstag, den 16. November, um 16.30 Uhr auf dem Augustinerplatz in der Altstadt.

Bericht: Deutscher Caritasverband

Foto: Hötzelsperger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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