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Caritas: Spendenaufruf für Jemen

Caritas international enttäuscht über die Geberkonferenz – Mehr Mittel sind notwendig – Das Hilfswerk verteilt über Partnerorganisationen Bargeld und stärkt den Gesundheitssektor

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes bedauert das magere Ergebnis der Geberkonferenz zum Jemen, das von den Ländern Schweden, der Schweiz und den Vereinten Nationen in virtueller Form organisiert wurde. „Die 1,7 Milliarden Euro reichen bei Weitem nicht hin, um die notwendige humanitäre Hilfe für den Jemen nur annähernd zu leisten. Eine Reduzierung der Hilfen geht klar zu Lasten der bedürftigen Menschen, vor allem der Kinder – sie muss verhindert werden“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Das Hilfswerk verteilt über seine Partnerorganisationen unter anderem Bargeld an die Menschen, die damit sich und ihre Familien ernähren können. Zudem unterstützt Caritas international das völlig darniederliegende Gesundheitssystem des Jemen, indem junge Menschen spezifische Trainings und Schulungen zu einer Ausbildung als medizinische Fachkräfte durchlaufen. „Mit diesem Projekt sorgen wir nicht nur dafür, dass sich die gesundheitliche Versorgung im Jemen verbessert, sondern wir helfen den Auszubildenden dabei, ihre persönliche ökonomische Lage durch Anstellungen in guten Jobs zu verbessern“, sagt Oliver Müller.
Das ist bitter nötig, denn weniger als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen des Landes sind durch den seit 2015 tobenden Bürgerkrieg nicht mehr funktionstüchtig. Es fehlt an Personal, Ausrüstung und grundlegenden Medikamenten. Etwa 20 Millionen Jeminiten sind von angemessener medizinischer Versorgung ausgeschlossen.

„Wenn die Hölle „Jemen“, dieser Stellvertreterkrieg nicht bald sein Ende findet, wird von diesem Land nichts mehr übrigbleiben“, so Oliver Müller. Laut einer Studie des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen ist der Jemen auf dem Weg zum ärmsten Staat der Welt, indem 80 Prozent der Menschen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen müssen.
Gegenwärtig sind 50.000 Menschen vom Hungertod bedroht, 2,25 Millionen Kinder könnten es bis zum Ende des Jahres sein, wenn die Hilfen reduziert werden müssen, prognostizieren die Vereinten Nationen. Insgesamt benötigen mehr als zwei Drittel der jemenitischen Bevölkerung (20 Millionen) umgehend Hilfe.

Caritas international bittet um Spenden:

Caritas international, Freiburg
https://www.caritas-international.de/spenden/

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

 

Foto: stock.adobe.com | Tariq

Über den Autor

Rainer Nitzsche

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

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