Corona-Krise

Bundeswehr unterstützt RoMed Klinik Bad Aibling

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die steigenden Corona-Infektionszahlen und ein hoher Krankenstand der Klinikmitarbeitenden führen zunehmend zu personellen Engpässen in den Krankenhäusern. Hilfe kommt hier von der Bundeswehr: In der RoMed Klinik Bad Aibling sind seit Anfang des Jahres im Wechsel jeweils vier junge Soldaten des Bad Reichenhaller Gebirgsjägerbataillons 231 im Einsatz.

Sie arbeiten in den Fachabteilungen Chirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Zentralen Notaufnahme und entlasten dort die Pflegekräfte. Da es sich allerdings nicht um medizinisch geschultes Personal handelt, unterstützen die Soldaten bei Tätigkeiten wie dem Bettentransport, dem Einsortieren der Lagerlieferungen sowie bei der Desinfektion von Geräten und Verbandswägen als auch bei der Essensversorgung.  „Dass uns die Soldaten Routinearbeiten wie das Betten fahren abnehmen, jetzt wo wir so wenig Pflegepersonal haben – das ist schon wunderbar“, sagt Pflegedienstleiterin Ingrid Urban. „Wir haben damit mehr Zeit, unsere einzelnen Patienten zu versorgen. Die neuen ‚Kollegen‘ sind sehr engagiert und wir sind einfach nur dankbar.“

Zunächst plante man einen Einsatz der Bundeswehrangehörigen bis zum 26. Januar. Doch da angesichts der angespannten Situation mit einer Erleichterung bis Ende des Monats nicht zu rechnen sein wird, wurde bereits ein Antrag auf Verlängerung gestellt und bewilligt. So werden die tatkräftigen Helfer den Mitarbeitenden der RoMed Klinik Bad Aibling auch weiterhin im Wechsel von 7 – 10 Tagen zur Seite stehen. Jedem Soldaten wird ein Apartment im Personalwohnheim der Klinik zur Verfügung gestellt, sie erhalten Verpflegung und arbeiten in Vollzeit in allen Schichten: Früh-, Spät- und Nachtdienst. In ihrer Freizeit nutzen sie gerne den klinikeigenen Fitnessraum. „Wir wurden sehr gut aufgenommen und fühlen uns im Team voll integriert,“ berichtet Stabsunteroffizier FA Hilzendegen. „Es gibt uns ein gutes Gefühl, den ohnehin schon seit Monaten geforderten Pflegerinnen und Pflegern unter die Arme greifen zu können.“

Weiter Informationen zum deutschlandweiten Bundeswehreinsatz unter https://www.bundeswehr.de/de/aktuelles/coronavirus-bundeswehr.

Bericht und Bilder: RoMed Kliniken – (v.l.n.r.): Claudia Berger Bereichsleiterin HNO/ Chirurgie, Stabsunteroffizier FA Dominik Hilzendegen, Oberstabsgefreiter Sebastian Schönhuber, Stabsgefreiter Rupert Sedlbauer und Pflegedienstleiterin Ingrid Urban.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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