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Bürgerversammlung der Gemeinde Samerberg: Kindergartenneubau und Trinkwassersituation

Rainer Nitzsche
Veröffentlicht von Rainer Nitzsche

Einen interessanten Querschnitt durch die Gemeindepolitik bot Bürgermeister Georg Huber bei der Samerberger Bürgerversammlung. Knapp 200 Besucher kamen in die Samerberger Halle. Der umfassende, reich bebilderte, 90 Minuten dauernde Bericht bot heuer wenig Konfliktstoff für eine Diskussion. Planer Christian Würfel aus Bruckmühl stellte die Kindergartenplanung vor. Karin Walter, die stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Brannenburg, ging auf die Sicherheitslage in der Gemeinde ein: „Entweder es passiert bei Euch so wenig, oder ihr regelt alles selbst“,  kommentierte Walter die bemerkenswert niedrige Kriminalitätsrate auf dem Samerberg.

„Leider ist die Ursache der Verunreinigung des Trinkwassers noch nicht gefunden“, bemängelte Bürgermeister Georg Huber. Die Keimbelastung habe nicht nur zu einer Abkochverfügung geführt, sondern mittlerweile auch zur Chlorung des Netzes. Diese werde vermutlich so lange dauern, bis engmaschige Untersuchungen wieder normale werte anzeigen. Die Bevölkerung könne mittlerweile gut und aktuell über das Internet, das Oberbayerische Volksblatt und die sozialen Medien aktuell unterrichtet werden. Huber warnte davor, vorschnell die Landwirtschaft als Verursacher der Verunreinigung abzustempeln. Dafür gebe es keine Hinweise, zumal alle Brunnen in der Filze und auch die Quelle bei Steinkirchen keimfrei waren.

Aber es gab auch gute Nachrichten vom Trinkwasser: der seit Jahren geplante neue Trinkwasserbrunnen in der Filze wird derzeit gebaut und soll Anfang 2019 in Betrieb gehen. „Damit ist die Versorgung für die kommenden Generationen gesichert“, so Huber.

Planer Christian Würfel stellte den Kindergarten-Neubau vor. In dem 5 Mio Projekt sind neue Räume für den Kindergarten, die Kinderkrippe und die Schulkind-Betreuung vorgesehen. Nachdem der Raumbedarf sehr groß sei, habe man das Vorhaben auf zwei Gebäude aufgeteilt. Eine Lösung, die jederzeit erweiterbar sei, so Würfel. In den kommenden Tagen beginnen die ersten Ausschreibungen. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2019 erfolgen.

Abgeschlossen sind nun die großen Straßenbaumaßnahmen in Törwang und Roßholzen, noch nicht geklärt ist derzeit die Entsorgung von belastetem Aushubmaterial. Die Gemeinde plant eine Zwischenlagerung des Materials nahe Eßbaum. „So können wir immer noch entscheiden, ob wir die Haufwerke teuer entsorgen, oder bei einem technischen Bauwerk einbauen“, sagte Bürgermeister Huber.

In seinem Rückblick berichtete der Rathauschef über die Neuanschaffung des Törwanger Feuerwehrfahrzeugs und eines neuen Kombis für den Bauhof, über die Errichtung einer neuen Flutlichtanlage in Roßholzen und die Neuformierung der Bauhofmannschaft. Abgeschlossen sind die Brandschutzmaßnahmen beim Badwirt, während bei der Breitbandversorgung demnächst eine Auftragsvergabe bevorstehe.

Auch die Sanierung und Modernisierung der Hochriesbahn mache Fortschritte, so Huber weiter. Nachdem der Sessellift für rund 300 000 Euro auf Vordermann gebracht wurde, stehe nun in der Winterpause die Kabinenbahn im Fokus: der komplette Austausch des Hauptantriebs und der Steuerungsanlage werde etwa 900 000 Euro kosten. Die kommenden Sanierungsschritte werden auf eine weitere Million Euro beziffert. Hierfür stehen Fördermittel des Freistaats in Aussicht, hieß es.

 

Fotos: Rainer Nitzsche

 

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