Kultur

BR Fernsehen: 40 Jahre „Schwaben & Altbayern“

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Wichtigste für „Schwaben & Altbayern“: Seit vier Jahrzehnten versorgt das Magazin im BR Fernsehen die Zuschauer in Schwaben, der Oberpfalz, in Ober- und Niederbayern aktuell und zuverlässig mit regionalen Informationen.

Am 1. Oktober 1978 noch unter dem Titel „Aus Schwaben und Altbayern“ gestartet, feiert die Sendung das runde Jubiläum am Sonntag, 30. September 2018, 17.45 Uhr, mit einer besonderen Ausgabe. Eva Mayer, die seit 2008 im Wechsel mit Heike Götz die Sendung moderiert, führt durch die Zeitreise in Beiträgen zu vier Jahrzehnten „Schwaben & Altbayern“. Nach Ausstrahlung ist die Sendung ein Jahr in der BR Mediathek abrufbar. Die Jubiläumsausgabe blickt zurück auf amüsante Highlights und auf langjähriges publizistisches Engagement in der Region für die Region.

Geplant sind folgende Beiträge:

  • Zeitmaschine Archiv: Was war los vor 40 Jahren? In der Welt und in „Schwaben & Altbayern“?
  • Ohne Moos nix los: Der lange Kampf um die Rettung des schwäbischen Donaumooses und welche Rolle regionale Berichterstattung dabei spielte.
  • Wie alt ist Altbayern? Wie kam der Begriff in den Titel der Sendung und wofür steht er? Eine Spurensuche.
  • Laptop und Lederhose – aber offline? Wie die bayerischen Regionen um einen schnellen Internetzugang kämpften und was noch zu tun ist.
  • „Genau Richtig“: Martina Schwarzmanns neues Programm und ein Rückblick auf die Anfänge. Das erste Fernsehporträt von ihr lief 2005 in „Schwaben & Altbayern“.
  • Die Weißwurst-Wallfahrt von Baindlkirch: Etwas jünger als die Sendung, aber ebenso Kult. Denn seit 1984 kommen die Menschen aus ganz Bayern jeden Donnerstag zum Weißwurstessen hierher.
  • Die Geschichte von „Schwaben & Altbayern“

Es war etwas völlig Neues, als am 1. Oktober 1978 das damalige Bayerische Fernsehen zum ersten Mal das Programm in zwei regionale Fenster aufteilte und sonntags zeitgleich zwei Magazinsendungen sendete: die „Frankenchronik“ (heute „Frankenschau“) für Nordbayern sowie „Aus Schwaben und Altbayern“ für den Süden des Freistaats. Zugrunde lag die für den BR seit jeher wesentliche Idee, das vielfältige Geschehen in den einzelnen Regionen des Freistaats in den Programmen des BR sichtbar zu machen.

Als man 2001 den Sendungstitel in „Schwaben & Altbayern“ verkürzte, war das Magazin längst zum Synonym geworden für öffentlich-rechtlich unabhängigen, kritischen regionalen Fernsehjournalismus. Wer in Südbayern mitreden wollte, musste die Sendung am Sonntagabend gesehen haben. Denn oft ging es in den Beiträgen um landes- und strukturpolitische Themen der Folgewoche. „Nicht Landtagspolitik, war unser Schwerpunkt“, sagt der langjährige Redaktionsleiter Karl Strobel, „sondern alles, was aus der Landespolitik hervorging und Schwierigkeiten in der Umsetzung bereitete. “ Neben ökologischen Themen setzte das Regionalmagazin thematische Schwerpunkte in den Bereichen Denkmalschutz, Bayerische Volkskunde, Alpinismus oder Landesentwicklung.

40 Jahre nach der ersten Sendung läutet „Schwaben & Altbayern“ noch heute in vielen südbayerischen Haushalten den Sonntagabend ein. Die Vielgestaltigkeit der vier Regierungsbezirke drückt sich aus in ungewöhnlichen, überraschenden, liebevoll und kompetent gemachten Beiträgen über Land und Leute. Dabei liegt der Fokus nicht auf den Ereignissen, sondern auf den Entwicklungen dahinter – auch auf Zukunftsentwicklungen. „Es ist die Mischung der Themen, die ‚Schwaben & Altbayern‘ ausmacht“, sagt der heutige Redaktionsleiter Ronald Köhler, „der Blick aufs Regionale, das über die jeweilige Region hinaus Interesse weckt.“

Text und Foto: Bayerischer Rundfunk

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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